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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Rechtschaffene Frauen und Haddsch Teil 1 http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247330 Jun 10th 2026, 08:51 Die beste Form des Dschihâd für eine rechtschaffene Frau ist ein angenommener Haddsch: Dies basiert auf dem bereits erwähnten Hadîth von Âischa, die fragte: „O Gesandter Allâhs, wir sehen den Kampf als die beste Tat an. Sollen wir nicht kämpfen?“ Er sagte: „Nein, aber der beste Kampf ist ein angenommener Haddsch.“ - Eine rechtschaffene Frau sollte die Pilgerfahrt antreten, sobald sie dazu in der Lage ist: Dies stützt sich auf Allâhs Wort: „Und Allâh steht es den Menschen gegenüber zu, dass sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen – (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit haben. Wer aber ungläubig ist, so ist Allâh der Weltenbewohner unbedürftig“ (Koran 3:97) „Und beeilt euch um Vergebung von eurem Herrn“ (Koran 3:133). Der Haddsch ist unverzüglich zu vollziehen, da dies sowohl aus den genannten Versen als auch aus der Scharîa, der arabischen Sprache und der Vernunft hervorgeht. Allâhs Gebote sind unverzüglich zu befolgen. - Eine rechtschaffene Frau sollte nur mit einem Mahram (männlicher Verwandter, mit dem sie nicht heiraten darf) zum Haddsch reisen: Dies geht auf einen Hadîth von Ibn Abbâs (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) zurück, der den Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagen hörte: „Kein Mann soll mit einer Frau allein sein, und keine Frau soll reisen, außer mit einem Mahram.“ Ein Mann stand auf und sagte: „O Gesandter Allâhs, ich habe mich für den Kampf (Dschihâd) in Soundso eingeschrieben, und meine Frau ist zum Haddsch aufgebrochen.“ Er sagte: „Geh und vollziehe den Haddsch mit deiner Frau.“ Eine fromme Frau darf sich weder während des Haddsch noch zu anderen Zeiten mit einem fremden Mann allein aufhalten: Diese Aussage wird durch den bereits erwähnten Hadîth von Ibn Abbâs gestützt. Ebenso heißt es in einem Hadîth von Dschâbir: „Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: ‚Wahrlich, kein Mann soll bei einer Frau übernachten, die nicht seine Ehefrau ist, außer wenn er ihr Ehemann ist oder ein Mahram.’“ Im Hadîth von Ibn Umar: „Umar hielt in Al-Dschâbiya eine Rede und sagte: ‚Ihr Menschen, ich stehe vor euch, so wie der Gesandte Allâhs vor uns stand.‘ Dann sagte er: ‚Ich empfehle euch, meine Gefährten gut zu behandeln. Wahrlich, kein Mann soll mit einer Frau allein sein, denn der Dritte unter ihnen ist der Teufel.‘“ An-Nawawî sagte: „Dieser und die folgenden Hadithe verbieten das Alleinsein (Chalwa) eines Mannes mit einer fremden Frau und erlauben dies ausschließlich mit einem Mahram. Darüber besteht Konsens.“ Ibn Hadschar und andere bestätigten ebenfalls diesen Konsens. - Eine rechtschaffene Frau sollte beim Haddsch und der Umra eine Bedingung für die Auflösung des Ihrâms stellen, wenn sie einen Schaden befürchtet: Dies geht auf einen Hadîth von Âischa zurück. Dubâa bint Az-Zubair sagte: „Gesandter Allâhs, ich möchte den Haddsch vollziehen, aber ich bin krank.“ Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte zu ihr: „Verrichte den Haddsch und mache zur Bedingung, dass die Stelle des Abbrechens der Pilgerfahrt und des Austritts aus dem Ihrâm dort ist, wo du gehindert wirst.“ - Eine rechtschaffene Frau sollte während des Haddsch so weit wie möglich den Kontakt mit Männern vermeiden: Ibn Dschuraidsch sagte: „Als Ibn Hischâm den Frauen verbot, den Tawâf mit den Männern zu vollziehen, fragte mich Atâ: ‚Wie kann er ihnen das verbieten, wo doch die Frauen des Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) den Tawâf mit den Männern vollzogen haben?‘ Ich fragte: ‚War das nach der Einführung des Hidschâb oder davor?‘ Atâ antwortete: ‚Bei meinem Leben, ich erlebte es nach der Einführung des Hidschâb.‘ Ich sagte: ‚Wie mischten sie sich unter die Männer?‘ Atâ sagte: ‚Sie mischten sich nicht unter sie. Âischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein) pflegte den Tawâf getrennt von den Männern zu vollziehen. Eine Frau sagte: »Komm, lass uns den Schwarzen Stein berühren, o Mutter der Gläubigen.« Sie sagte: »Lass das!« Sie weigerte sich. Sie pflegten verkleidet in der Nacht hinauszugehen und den Tawâf mit den Männern zu vollziehen. Aber wenn sie das Haus (Ka’ba) betreten wollten, blieben sie stehen und warteten, bis die Männer herausgekommen waren.‘“ Ich möchte hinzufügen, dass Ibn Hischâm offenbar eine zeitliche Trennung beim Tawâf für Männer und Frauen anstrebte, damit sie getrennt voneinander den Tawâf vollziehen konnten. Atâ ibn Abû Rabâh berichtet, dass die Frauen des Propheten, die reinsten Frauen überhaupt, den Tawâf zusammen mit den Männern vollzogen, jedoch in getrennten Gruppen, ohne sich zu vermischen. In unserer heutigen Zeit ist eine solche strikte Trennung aufgrund der Umstände oft schwierig, wenn auch nicht unmöglich. Dennoch sollte jede Frau bestrebt sein, Allâh in jeder Situation zu fürchten." Im Hadîth von Umm Salama heißt es: „Ich klagte dem Gesandten Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mein Leiden. Da sagte er: ‚Vollziehe den Tawâf hinter den Menschen, während du reitest.‘ Ich vollzog den Tawâf, während der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) neben dem Haus (Ka’ba) betete und dabei die Qurân-Verse: ‚Bei dem Berg; und bei einem Buch, das in Zeilen niedergeschrieben ist‘ (Koran 52:1-2) rezitierte. An-Nawawî sagte: „Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) befahl ihr, den Tawâf hinter den Menschen zu vollziehen. Dies hatte zwei Gründe: Zum einen ist es für Frauen Sunna, sich während des Tawâf von den Männern fernzuhalten. Zum anderen wollte man vermeiden, dass die Menschen durch ihr Reittier gestört wurden. Gleiches galt für Männer, die den Tawâf zu Pferd vollzogen. Und sie verrichtete den Umlauf, während der Prophet betete, damit er ihr mehr Schutz (vor den Blicken) bot. Dieses Gebet war das Morgengebet.“ - Eine rechtschaffene Frau soll während des Haddsch Fragen über ihre Religion stellen: Im Hadîth von Abdullâh ibn Abbâs heißt es: „Eine Frau aus dem Stamm der Chath‘am kam. Al-Fadl sah sie an, und sie sah ihn an. Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) drehte Al-Fadls Gesicht zur anderen Seite. Sie sagte: ‚Gesandter Allâhs, die Pflicht der Diener Allâhs zum Haddsch hat meinen Vater in einem hohen Alter erreicht. Er kann nicht mehr fest auf dem Reittier sitzen. Darf ich den Haddsch für ihn vollziehen?‘ Der Prophet antwortete: ‚Ja.‘ Dies geschah während des Abschieds-Haddsch.“ Ibn Abbâs (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) berichtete, dass der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) in Rauhâ einige berittene Leute traf. Auf seine Frage, wer sie seien, wurde ihm geantwortet: „Muslime.” Als sie ihrerseits fragten, wer er sei, antwortete er: „Allâhs Gesandter.” Da hob eine Frau einen Jungen zu ihm empor und fragte: „Wird diesem Kind die Pilgerfahrt angerechnet?” Er antwortete: „Ja, und auch du wirst dafür belohnt werden” - Eine rechtschaffene Frau soll weder einen Niqâb (Gesichtsschleier) tragen noch Handschuhe: Dies geht auf einen Hadîth von Ibn Umar zurück, in dem es heißt: „Eine Frau im Ihrâm soll weder einen Niqâb tragen noch Handschuhe.“ Schaich Al-Islâm Ibn Taimiyya sagte: „Die Burqa (Ganzkörperschleier) ist strenger als der Niqâb.“ Ibn Al-Qayyim sagte: „Die Burqa und der Lithâm (Gesichtsschleier, der nur die Augen freilässt), obwohl sie nicht Niqâb genannt werden, unterscheiden sich nicht vom Niqâb. Wenn der Niqâb verboten ist, dann sind die Burqa und der Lithâm erst recht verboten! Deshalb verbot die Mutter der Gläubigen den Lithâm (im Ihrâm).“ Ibn Hazm sagte: „Der Lithâm ist zweifellos ein Niqâb und daher für eine Frau (im Ihrâm) nicht erlaubt.“ Sind jedoch fremde Männer anwesend, soll die Frau im Ihrâm ihr Gesicht bedecken, aber nicht mit einem Niqâb, einer Burqa oder etwas Ähnlichem, das das Gesicht vollständig bedeckt, wie im folgenden Punkt erläutert wird: - Eine rechtschaffene Frau sollte während der Pilgerfahrt und auch zu anderen Zeiten ihr Gesicht vor fremden Männern bedecken: Dies stützt sich auf die allgemeinen Vorschriften zum Hidschâb sowie auf spezifische Überlieferungen, wie etwa diejenige von Fâtima bint Al-Mundhir, die berichtet, dass sie während des Ihrâms zusammen mit Asmâ bint Abû Bakr ihr Gesicht bedeckte. Imâm Malik verzeichnete in seinem „Muwatta“ von Hischâm ibn Urwa, dass Fâtima bint Al-Mundhir sagte: „Wir bedeckten unsere Gesichter, während wir im Ihrâm waren, als wir mit Asmâ bint Abû Bakr As-Siddîq zusammen waren.“ Ibn Al-Qayyim sagte: „Die Frauen des Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) kannten diese Angelegenheit am besten. Sie pflegten den Schleier über ihre Gesichter fallen zu lassen, wenn Karawanen an ihnen vorbeikamen, und wenn die Karawanen sie passiert hatten, enthüllten sie ihre Gesichter. In einer Überlieferung von Wakî sagte Mu‘âdha Al-Adawiyya: ‚Ich fragte Âischa: »Was soll eine Frau im Ihrâm tragen?« Sie antwortete: »Sie soll weder einen Niqâb tragen noch einen Lithâm, sondern sie soll ihr Gewand über ihr Gesicht ziehen.«‘ Einige gingen sogar so weit zu behaupten, dass die Frau ihr Gesicht während des Ihrâm überhaupt nicht bedecken dürfe. Sie sagten: ‚Lässt sie ihr Gewand über ihr Gesicht fallen, so darf es ihr Gesicht nicht berühren. Falls dies geschieht, muss sie eine Sühneleistung erbringen!‘ Für diese Auffassung gibt es keinerlei Beleg. Konsequenterweise müsste man nach diesem Verständnis auch für das Bedecken der Hände eine Sühneleistung erbringen. Der Prophet hat in seinem Verbot keinen Unterschied gemacht und hat das Gesicht und die Hände einer Frau mit (der Regelung in Bezug auf den) Körper eines Mannes im Ihrâm gleichgesetzt. Er untersagte das Tragen von Hemden für den Körper, Niqâbs für das Gesicht und Handschuhen für die Hände. Da das Bedecken des Körpers erlaubt ist, erscheint ein Verbot für das Bedecken des Gesichts widersprüchlich, insbesondere da Allâh den Frauen geboten hat, ihr Gewand über sich zu ziehen, um nicht erkannt zu werden und die Männer nicht in Versuchung zu führen.“ Es ist wichtig zu betonen, dass es für Frauen nicht notwendig ist, den Dschilbâb, den sie über ihr Gesicht ziehen, ständig anzuheben, wie manche Frauen es tun. Dieses ständige Anheben ist sowohl anstrengend als auch nicht vorgeschrieben. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn der Dschilbâb die Haut berührt. Ibn al-Qayyim hat diese Ansicht in seinen zuvor erwähnten Aussagen bereits deutlich gemacht. Schaich Al-Islâm Ibn Taimiyya sagte: „Bedeckt eine Frau ihr Gesicht mit etwas, das ihr Gesicht nicht berührt, so ist dies einstimmig erlaubt. Falls es ihr Gesicht doch berührt, so ist die korrekte Meinung, dass dies ebenfalls erlaubt ist. Denn der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) behandelte ihr Gesicht und ihre Hände gleich, und beides gleicht (in der Regelung) dem Körper des Mannes, aber er verbot den Frauen nicht, den Kopf zu bedecken. Die Frauen des Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) pflegten das Gewand über ihre Gesichter fallen zu lassen, ohne darauf zu achten, ob es dabei ihr Gesicht berührt oder nicht. Niemand von den Gelehrten hat vom Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) überliefert, dass er sagte: ‚Der Ihrâm der Frau schließt das Gesicht mit ein.‘ Dies ist nur die Meinung einiger rechtschaffener Vorgänger. Aber der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verbot ihr, einen Niqâb oder Handschuhe zu tragen, so wie er dem Mann im Ihrâm verbot, ein Hemd oder Ledersocken zu tragen, obwohl es ihm einstimmig erlaubt ist, seine Hände und Füße zu bedecken. Die Burqa ist strenger als der Niqâb, daher ist sie einstimmig verboten. Deshalb trägt eine Frau im Ihrâm nichts, das speziell zum Bedecken des Gesichts gemacht ist, wie eine Burqa oder ähnliches, denn es ist wie der Niqâb.“ - Eine rechtschaffene Frau soll während des Haddsch spenden, geben und schenken: Dies basiert auf dem Hadîth von Aischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein). Sie fragte: „Gesandter Allâhs, die Menschen kehren mit zwei Riten (Haddsch und Umra) zurück, und ich nur mit einem.“ Der Prophet entgegnete: „Warte, bis du rein bist, dann geh nach At-Tan‘îm (Grenze für die Weihe) und vollziehe den Ihrâm. Dann komm zu uns (nach Verrichtung der Umra-Riten) an den und den Ort. Aber der Lohn entspricht deinen Ausgaben oder deiner Mühe.“ In einer anderen Version heißt es: „Dein Lohn für deine Umra entspricht deinen Ausgaben.“ An-Nawawî sagte: „Dies verdeutlicht, dass der Lohn und die Belohnung für eine Anbetungshandlung in der Religion mit dem Aufwand an Mühe und den getätigten Ausgaben steigen. Dabei sind ausschließlich solche Mühen und Ausgaben gemeint, die der Islâm nicht untersagt.“ - Eine rechtschaffene Frau soll während des Haddsch die Erleichterungen (Ruchsa) in Anspruch nehmen: Wer den Haddsch und die damit verbundenen Anstrengungen, insbesondere für Frauen, betrachtet – für sie ist die Pilgerfahrt ein „Dschihâd“ –, dem wird bewusst, dass die islâmische Rechtsprechung Frauen zahlreiche Erleichterungen gewährt, um Schaden und Gedränge zu vermeiden. Belege hierfür finden sich in zahlreichen Überlieferungen: Sâlim ibn Abdullâh ibn Umar berichtet: „Abdullâh ibn Umar (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) pflegte seine schwachen Angehörigen vorausgehen zu lassen. Sie standen in der Nacht in Al-Masch‘ar Al-Harâm (Muzdalifa), gedachten Allâhs, solange es ihnen gefiel, und kehrten dann (nach Minâ) zurück, bevor der Imâm (von Muzdalifa nach Minâ) aufbrach. Einige von ihnen erreichten Minâ zum Morgengebet, andere kamen später. Als sie ankamen, bewarfen sie die Steinsäule. Ibn Umar (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) pflegte zu sagen: ‚Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erlaubte dies diesen Menschen.‘“ Im Hadîth von Abdullâh, dem Diener Asmâs, heißt es: „Sie stieg in der Nacht von Muzdalifa ab. Sie stand auf und betete eine Weile lang. Dann fragte sie: ‚O mein Sohn, ist der Mond untergegangen?‘ Ich antwortete: ‚Nein.‘ Sie betete eine Weile lang und fragte dann: ‚Ist der Mond untergegangen?‘ Ich antwortete: ‚Ja.‘ Da sagte sie: ‚Dann lass uns aufbrechen!‘ Wir brachen auf und gingen (nach Minâ), bis sie die Kieselsteine warf. Dann kehrte sie zurück und betete das Morgengebet in ihrem Zelt. Ich sagte zu ihr: ‚Ach du meine Güte, ich glaube, wir sind zu früh in der Nacht nach Minâ gekommen.‘ Sie sagte: ‚O mein Sohn, der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erlaubte den Frauen, dies zu tun.‘“ - Eine rechtschaffene Frau soll den Schwarzen Stein nicht berühren, wenn sie befürchtet, von Männern bedrängt zu werden: Dies stützt sich auf den bereits erwähnten Hadîth von Âischa. Darin heißt es: „Eine Frau sagte: ‚Komm, lass uns den Schwarzen Stein berühren, o Mutter der Gläubigen.‘ Sie sagte: ‚Lass das!‘ Sie weigerte sich.“ Von Atâ ibn Abû Rabâh wird überliefert, dass er sagte: „Eine Frau, deren Namen er nannte, vollzog den Tawâf mit Âischa (möge Allâh mit ihr |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Rechtschaffene Frauen und Haddsch Teil 3 http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247336 Jun 10th 2026, 08:51 - Eine rechtschaffene Frau soll während des Haddsch spenden, geben und schenken: Dies basiert auf dem Hadîth von Aischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein). Sie fragte: „Gesandter Allâhs, die Menschen kehren mit zwei Riten (Haddsch und Umra) zurück, und ich nur mit einem.“ Der Prophet entgegnete: „Warte, bis du rein bist, dann geh nach At-Tan‘îm (Grenze für die Weihe) und vollziehe den Ihrâm. Dann komm zu uns (nach Verrichtung der Umra-Riten) an den und den Ort. Aber der Lohn entspricht deinen Ausgaben oder deiner Mühe.“ In einer anderen Version heißt es: „Dein Lohn für deine Umra entspricht deinen Ausgaben.“ An-Nawawî sagte: „Dies verdeutlicht, dass der Lohn und die Belohnung für eine Anbetungshandlung in der Religion mit dem Aufwand an Mühe und den getätigten Ausgaben steigen. Dabei sind ausschließlich solche Mühen und Ausgaben gemeint, die der Islâm nicht untersagt.“ - Eine rechtschaffene Frau soll während des Haddsch die Erleichterungen (Ruchsa) in Anspruch nehmen: Wer den Haddsch und die damit verbundenen Anstrengungen, insbesondere für Frauen, betrachtet – für sie ist die Pilgerfahrt ein „Dschihâd“ –, dem wird bewusst, dass die islâmische Rechtsprechung Frauen zahlreiche Erleichterungen gewährt, um Schaden und Gedränge zu vermeiden. Belege hierfür finden sich in zahlreichen Überlieferungen: Sâlim ibn Abdullâh ibn Umar berichtet: „Abdullâh ibn Umar (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) pflegte seine schwachen Angehörigen vorausgehen zu lassen. Sie standen in der Nacht in Al-Masch‘ar Al-Harâm (Muzdalifa), gedachten Allâhs, solange es ihnen gefiel, und kehrten dann (nach Minâ) zurück, bevor der Imâm (von Muzdalifa nach Minâ) aufbrach. Einige von ihnen erreichten Minâ zum Morgengebet, andere kamen später. Als sie ankamen, bewarfen sie die Steinsäule. Ibn Umar (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) pflegte zu sagen: ‚Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erlaubte dies diesen Menschen.‘“ Im Hadîth von Abdullâh, dem Diener Asmâs, heißt es: „Sie stieg in der Nacht von Muzdalifa ab. Sie stand auf und betete eine Weile lang. Dann fragte sie: ‚O mein Sohn, ist der Mond untergegangen?‘ Ich antwortete: ‚Nein.‘ Sie betete eine Weile lang und fragte dann: ‚Ist der Mond untergegangen?‘ Ich antwortete: ‚Ja.‘ Da sagte sie: ‚Dann lass uns aufbrechen!‘ Wir brachen auf und gingen (nach Minâ), bis sie die Kieselsteine warf. Dann kehrte sie zurück und betete das Morgengebet in ihrem Zelt. Ich sagte zu ihr: ‚Ach du meine Güte, ich glaube, wir sind zu früh in der Nacht nach Minâ gekommen.‘ Sie sagte: ‚O mein Sohn, der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erlaubte den Frauen, dies zu tun.‘“ - Eine rechtschaffene Frau soll den Schwarzen Stein nicht berühren, wenn sie befürchtet, von Männern bedrängt zu werden: Dies stützt sich auf den bereits erwähnten Hadîth von Âischa. Darin heißt es: „Eine Frau sagte: ‚Komm, lass uns den Schwarzen Stein berühren, o Mutter der Gläubigen.‘ Sie sagte: ‚Lass das!‘ Sie weigerte sich.“ Von Atâ ibn Abû Rabâh wird überliefert, dass er sagte: „Eine Frau, deren Namen er nannte, vollzog den Tawâf mit Âischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein). Als sie zum Schwarzen Stein kamen, sagte die Frau: ‚O Mutter der Gläubigen, willst du ihn nicht berühren?‘ Âischa sagte: ‚Was hat das Berühren des Schwarzen Steins mit Frauen zu tun? Geh weiter!‘“ Ibn Abdulbarr sagte: „Das Berühren des Schwarzen Steins ist für Männer, nicht für Frauen. Dies wird von Âischa, Atâ und anderen überliefert und ist die Meinung einer Gruppe von Rechtsgelehrten. Falls eine Frau den Schwarzen Stein und die jemenitische Ecke frei vorfindet, so darf sie ihn berühren, wenn sie möchte. Âischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein) pflegte zu den Frauen zu sagen: ‚Wenn ihr eine Lücke findet, so berührt ihn. Ansonsten sprecht den Takbîr (Allâhu Akbar) und geht weiter.‘“ Ibn Qudâma sagte: „Es ist für sie nicht Sunna, sich mit den Männern um den Schwarzen Stein zu drängen. Vielmehr soll sie, wie diejenigen, die ihn nicht erreichen können, mit ihrer Hand darauf zeigen.“ Bedauerlicherweise vergessen einige rechtschaffene Frauen diese Sunna und drängen sich mit den Männern, um eine größere Belohnung zu erlangen. In einer Überlieferung von Aischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein) heißt es, dass eine ihrer Dienerinnen sagte: „O Mutter der Gläubigen, ich habe das Haus (Ka’ba) sieben Mal umlaufen und den Schwarzen Stein zwei- oder dreimal berührt.“ Aischa (möge Allâh mit ihr zufrieden sein) sagte zu ihr: „Möge Allâh dir dafür keinen Lohn geben! Möge Allâh dir dafür keinen Lohn geben! Du hast dich mit den Männern gedrängt? Hättest du nicht einfach den Takbîr sprechen und weitergehen können?!“ - Eine rechtschaffene Frau soll die Vorschriften des Haddsch lernen und andere lehren: Im Hadîth von Umm Al-Fadl bint Al-Hârith wird berichtet, dass die Menschen am Tag von Arafa uneins darüber waren, ob der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) fastete. Einige sagten: „Er fastet.“ Andere sagten: „Er fastet nicht.“ Sie schickte ihm einen Becher Milch, während er auf seinem Kamel saß, und er trank sie. Betrachte, wie diese edle Frau den Streit um diese Angelegenheit mit Sanftmut und Weisheit beendete! Sie war nicht nur lernbegierig, sondern teilte ihr Wissen auch mit anderen. - Eine fromme Frau soll mit ihren Kindern den Haddsch vollziehen, solange sie keine Gefahr für die Kinder befürchtet: Dies basiert auf dem bereits erwähnten Hadîth von Ibn Abbâs, in dem es heißt, dass der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) in Rauhâ einige berittene Leute traf. Auf seine Frage, wer sie seien, wurde ihm geantwortet: „Muslime.” Als sie ihrerseits fragten, wer er sei, antwortete er: „Allâhs Gesandter.” Da hob eine Frau einen Jungen zu ihm empor und fragte: „Wird diesem Kind die Pilgerfahrt angerechnet?” Er antwortete: „Ja, und auch du wirst dafür belohnt werden.” Abû Muhammad ibn Hazm sagte: „Es ist empfehlenswert, den Haddsch mit einem Kind zu vollziehen, egal ob es sehr jung oder schon älter ist. Dies wird als Haddsch für ihn zählen und das Kind wird belohnt werden, aber es ist ein freiwilliger Haddsch (und wird nicht als Erfüllung der Pflicht angesehen, AdÜ). Derjenige, der ihn zum Haddsch mitnimmt, wird ebenfalls belohnt werden. Das Kind sollte sich an die Verbote des Ihrâms halten, doch für Verstöße muss es keine Strafe befürchten. Das Kind darf beim Tawâf getragen werden und man soll das Bewerfen der Steinsäulen stellvertretend für die Kinder ausführen, wenn es dazu nicht selbst in der Lage ist. Der Tawâf desjenigen, der das Kind trägt, ist ausreichend für beide. Ebenso sollten Kinder, sobald sie dazu in der Lage sind, in die religiösen Pflichten des Gebets und Fastens eingeführt werden. Sie sollten von allem, was verboten ist, ferngehalten werden. Allâh der Erhabene wird Kindern gnädig sein und sie belohnen, ohne ihnen vor Erreichen der Pubertät Sünden anzurechnen.“ Hinweise: 1. Die Frau ist dem Mann in allen Vorschriften des Haddsch gleichgestellt. Ausnahmen gelten nur dort, wo es dafür eindeutige Belege gibt. 2. Es ist bedauerlich, dass einige Frauen während dieser heiligen Zeit ihre Kleidung zur Schau stellen, indem sie enge Kleidung tragen und sich übermäßig schmücken. Solches Verhalten ist unvereinbar mit den Werten des Islâm. Muslimische Frauen sollten sich vor solchen Handlungen hüten und ihre Schwestern davor warnen. 3. Ebenso ist es bedenklich, dass einige Frauen während des Haddsch zu Klatsch und Tratsch neigen. Dies ist ein großer Fehler, auf den eine Muslima achten sollte. Anstatt wertvolle Zeit zu verschwenden, sollten sie sich lieber mit dem Lesen des Qurâns, dem Sprechen von Bittgebeten, dem Gedenken Allâhs, dem Erwerb religiösen Wissens beschäftigen und nützliche Vorträge anhören. You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Vollständige Beschreibung der Haddsch-Riten: http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247390 Jun 10th 2026, 08:51 Schaich Muhammad ibn Uthaimîn (möge Allâh ihm barmherzig sein) sagte: „Die beste Art und Weise, die Riten des Haddsch und der Umra korrekt auszuführen, besteht darin, sich an das Vorbild des Propheten Muhammad zu halten. Auf diese Weise erhofft man sich Allâhs Liebe und Vergebung. Allâh sagt: ‚Sag: Wenn ihr Allâh liebt, dann folgt mir. So liebt euch Allâh und vergibt euch eure Sünden‘ (Koran 3:31).“ Die beste Art ist die Verrichtung des Haddsch in der Tamattu-Form, wenn man kein Opfertier mitbringt. Denn der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) befahl seinen Gefährten, die Tamattu-Form zu vollziehen. Er betonte dies ihnen gegenüber, indem er sagte: „Wenn ich das vorher gewusst hätte, was ich jetzt weiß, hätte ich kein Opfertier mitgebracht und wäre gemeinsam mit euch aus dem Weihezustand ausgetreten.“ Tamattu bedeutet, dass der Pilger die Umra vollständig in den Monaten den Haddsch vollzieht, dann seinen Ihrâm beendet und dann im selben Jahr in den Ihrâm für den Haddsch eintritt. Umra 1. Beim Erreichen des Mîqât, der Grenze des verwehrten Bezirks, trittst du in den Ihrâm-Zustand ein. Falls möglich, nimmst du vor dem Anlegen der Ihrâm-Kleidung eine rituelle Ganzwaschung (Ghusl) vor, so wie du das nach dem Beischlaf machst. Männer tragen einen Izâr (Hüfttuch) und einen Ridâ (Obergewand). Frauen haben mehr Freiheit in der Wahl ihrer Kleidung, solange sie sich nicht etwas tragen, was ihre Schönheit zur Schau stellt. Dann sagst du: „Labbaika Umra, labbaik Allâhumma labbaik, labbaika lâ Scharîka laka labbaik, inna-l-Hamda wa-n-Ni‘mata laka wa-l-Mulk, lâ Scharîka laka – Hier bin ich für die Umra. Hier bin ich, o Allâh, hier bin ich. Hier bin ich, Du hast keinen Partner, hier bin ich. Wahrlich, Dir gebührt aller Lobpreis, alle Gnade und alle Herrschaft. Du hast keinen Partner.“ Die Bedeutung von „Labbaik“ ist: „Ich bin Deinem Ruf zum Haddsch oder Umra gefolgt.“ 2. Erreichst du Mekka, verrichtest du den Tawâf (Umlauf der Ka’ba) für die Umra mit sieben Umläufen. Beginne am Schwarzen Stein und ende an ihm. Anschließend betest du zwei Rak’as (Gebetseinheiten) hinter dem Maqâm Ibrâhîm oder in dessen Nähe. 3. Darauf folgt der Say, das siebenmalige Hin- und Herlaufen zwischen Safâ und Marwa, beginnend bei Safâ. Den Umlauf beendest du bei Marwa. 4. Sobald du den Say beendet hast, kürze deine Haare. Damit ist die Umra abgeschlossen. Beende deinen Ihrâm und ziehe deine normale Kleidung an. Haddsch 1. Am Vormittag des achten Tages von Dhû Al-Hiddscha vollziehst du den Ihrâm für den Haddsch von dem Ort aus, an dem du dich befindest. Falls möglich, nimm eine rituelle Ganzwaschung vor. Leg die Ihrâm-Gewänder an und sag: „Labbaik Haddsch, labbaik Allâhumma labbaik, labbaika lâ Scharîka laka labbaik, inna-l-Hamda wa-n-Ni‘mata laka wa-l-Mulk, lâ Scharîka laka – Hier bin ich für den Haddsch. Hier bin ich, o Allâh, hier bin ich. Hier bin ich, Du hast keinen Partner, hier bin ich. Wahrlich, Dir gebührt aller Lobpreis, alle Gnade und alle Herrschaft. Du hast keinen Partner.“ 2. Dann geh nach Minâ und bete dort das Mittags-, Nachmittags-, Abend-, Nacht- und Morgengebet verkürzt (Qasr) ohne Zusammenlegung (Dscham). 3. Wenn die Sonne aufgeht, geh nach Arafa und bete dort das Mittags- und Nachmittagsgebet zusammengelegt und vorgezogen (in der Mittagszeit) mit jeweils zwei Rak’as. Bleib dort bis zum Sonnenuntergang und sprich vermehrt Dhikr (Gedenken Allâhs) und Bittgebete, während du dich der Qibla (Gebetsrichtung) zuwendest. 4. Ist die Sonne untergegangen, geh von Arafa nach Muzdalifa und bete dort das Abend-, Nacht- und Morgengebet. Dann bleib dort, um Bittgebete zu sprechen und Allâh zu gedenken, bis kurz vor Sonnenaufgang. 5. Falls du dich schwach fühlst und dich nicht mit den Menschen beim Steinwerfen drängen kannst, so ist es kein Problem, wenn du am späten Abend nach Minâ gehst, um die Kieselsteine zu werfen, bevor das Gedränge groß ist. 6. Kurz vor Sonnenaufgang gehst du von Muzdalifa nach Minâ. Dort angekommen tust du Folgendes: a. Bewirf die Dschamra Al-Aqaba – die der Stadt Mekka am nächsten gelegene Säule – mit sieben Kieselsteinen nacheinander, einer nach dem anderen, und sprich den Takbîr (Allâhu Akbar) bei jedem Stein. b. Schlachte dein Opfertier und iss davon und verteile es an die Armen. Das Opfertier ist für den Tamattu- und Qirân-Pilger Pflicht. c. Rasiere deinen Kopf oder kürze deine Haare. Das Rasieren ist besser. Von der Frau wird verlangt, dass sie eine Fingerkuppe ihres Haares abschneidet. 7. Falls möglich, vollziehe diese drei Handlungen in der Reihenfolge: Werfen der Steine, Schlachten des Opfertiers und Rasieren/Kürzen der Haare. Änderst du die Reihenfolge, so ist dies kein Problem. 8. Nachdem du die Steine geworfen und deine Haare rasiert oder gekürzt hast, tritt der erste Tahallul (Beendigung des Ihrâm) ein. Du darfst deine normale Kleidung tragen und alle Verbote des Ihrâm sind aufgehoben, außer das Verbot in Bezug auf Frauen. 9. Dann geh nach Mekka und vollziehe den Tawâf Al-Ifâda (Tawâf des Haddsch) und den Say (Lauf zwischen Safâ und Marwa) für den Haddsch. 10. Damit tritt der zweite Tahallul ein, und alle Verbote des Ihrâm sind aufgehoben, einschließlich des Verbots in Bezug auf Frauen. 11. Nach dem Tawâf und dem Say kehrst du nach Minâ zurück und verbringst dort die Nächte des elften und zwölften Tages. 12. Dann bewirf die drei Steinsäulen (Dschamarât) am elften und zwölften Tag nach Mittag. Beginne mit der ersten Säule, die am weitesten von Mekka entfernt ist, dann die mittlere Säule und dann die Dschamra Al-Aqaba. Bewirf jede Steinsäule mit sieben Kieselsteinen nacheinander und sprich den Takbîr bei jedem Stein. Stehe nach dem Werfen der Steine bei der ersten und mittleren Säule und bete zu Allâh, während du dich der Qibla zuwendest. Das Werfen der Steine vor Mittag ist an diesen beiden Tagen nicht gültig. 13. Hast du das Werfen der Kieselsteine am zwölften Tag beendet, darfst du abreisen und Minâ vor Sonnenuntergang verlassen. Willst du lieber die Nacht des dreizehnten Tages in Minâ verbringen, so ist dies besser. Bewirf dann die drei Dschamarât am dreizehnten Tag nach Mittag, so wie du sie am zwölften Tag beworfen hast. 14. Wenn du in dein Land zurückkehren möchtest, vollziehe vor deiner Abreise den Tawâf Al-Wadâ (Abschieds-Tawâf) um die Ka’ba mit sieben Umläufen. Frauen, die ihre Regel oder Wochenfluss haben, müssen keinen Tawâf Al-Wadâ vollziehen. You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Hadsch für ältere oder kranke Personen http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247396 Jun 10th 2026, 08:52 Du begleitest deinen Vater, deine Mutter, deinen Großvater oder eine kranke Person beim Hadsch. Die Verantwortung lastet schwer auf deinen Schultern. Du willst ihnen diese Reise ermöglichen, aber befürchtest, etwas falsch zu machen – eine Hadsch-Handlung zu verpassen, eine Regel zu brechen, den Hadsch ungültig zu machen. Die gute Nachricht: Allah bestimmt Erleichterungen für Schwache. Die schlechte Nachricht: Viele Begleiter kennen diese Erleichterungen nicht und überfordern ihre Angehörigen – oder machen den Hadsch aus Unwissenheit ungültig. Dieser Artikel erklärt, wie man es richtet macht. 1. Der Ihrâm für Schwache: Was du beachten musst Viele ältere Menschen können die weißen Tücher des Ihrâm nicht richtig befestigen – ihre Hände zittern, ihre Gelenke schmerzen. Du darfst ihnen helfen. Du bindest die Tücher, du sicherst sie mit Nadeln (ohne zu nähen – das ist erlaubt, solange du nicht durch den Stoff nähst). Die Absicht zum Ihrâm muss die schwache Person selbst sprechen. Wichtig: Dein kranker Angehöriger muss die Ihrâm-Verbote beachten: kein Parfüm, kein Geschlechtsverkehr, weder Haare noch Nägel schneiden. Aber wenn er aus gesundheitlichen Gründen etwas benötigt, das eigentlich verboten ist – zum Beispiel eine Creme gegen Hautausschlag, die parfümiert ist, oder das Bedecken des Kopfes wegen extremer Hitze – dann ist es ihm erlaubt. Er muss dann jedoch ein Opfertier als Sühne opfern. Du solltest dich als Begleiter informieren, denn viele kranke Personen scheuen sich zu fragen, und leiden still. 2. Der Tawâf: Rollstuhl, Trage und Stellvertretung Die größte Herausforderung ist die siebenmalige Umschreitung der Kaaba. Ein älterer Mensch mit Gehbehinderung kann diese Strecke nicht zu Fuß bewältigen. Was tun? Die Lösung: Du schiebst den Rollstuhl – das ist nicht nur erlaubt, sondern eine verdienstvolle Tat. Derjenige im Rollstuhl vollzieht die Tawâf durch seine Absicht, auch wenn er sich nicht aktiv bewegt. Du als Schieber achtest darauf, die Runden zu zählen und deinen Verwandten an den Takbîr beim schwarzen Stein bei jeder Runde zu erinnern. Kann die Person nicht sitzen, kann sie auch auf einer Trage getragen werden, derartige Tragen mit Trägern stehen zur Verfügung. Die Stellvertretung ist jedoch nicht erlaubt: Wer zum Hadsch kommt, kann beim Tawâf, Sa´î und dem Verweilen in Arafat nicht vertreten werden. Verbreiteter Fehler: Manche schieben den Rollstuhl so schnell durch das Gedränge, dass die Person im Rollstuhl Angst bekommt oder ständig angestoßen wird. Nimm dir Zeit – ein langsamer, würdiger Tawâf ist besser als ein hastiger, der den Kranken traumatisiert. 3. Der Sa´î und das Verweilen in Arafat Der Lauf zwischen Safâ und Marwa kann ebenfalls im Rollstuhl oder auf einer Trage durchgeführt werden. Die Person muss nicht selbständig gehen, wichtig ist die Absicht und dass sie die sieben Runden zwischen den beiden Hügeln macht. Wenn der Kranke zwischendurch einnickt, unterbricht das den Sa´î nicht. Der Tag in Arafat ist die wichtigste Station. Wer Arafat verpasst, hat den gesamten Hadsch verpasst. Für einen kranken Menschen bedeutet das: Du musst ihn rechtzeitig ins Tal bringen, also auf jeden Fall vor Sonnenuntergang. Er kann dort liegen, sitzen, schlafen – Hauptsache, er ist körperlich innerhalb der Grenzen von Arafat anwesend. Er muss nicht stehen, nicht einmal sprechen. Seine Anwesenheit mit der Absicht genügt. Viele Begleiter machen den Fehler, ihren kranken Angehörigen zu zwingen, stundenlang im Gebet zu sitzen, obwohl sie vor Schmerzen kaum atmen können. Das ist nicht nötig. Der Prophet sagte: „Der Hadsch ist Arafat“ (Al-Buchârî). Man muss also dort sein. Hinweis: Wenn dein Angehöriger zu schwach ist, um das Bittgebet selbst zu sprechen, sprich es ihm vor, er kann auch nur „Âmîn“ sagen. Wichtig ist die innere Anbetung Allahs. 4. Ritueller Wurf: Stellvertretung Das rituelle Bewerfen der Dschamarât-Säulen ist für ältere Menschen nicht ungefährlich – Gedränge, Stürze, Hitzschlag. Hier gilt eindeutig: Die kranke Person muss nicht selbst gehen. Du oder ein von euch Beauftragter führt dies in ihrem Namen durch. Du nimmst sieben kleine Kiesel für jede Säule und jeden Tag. Du stehst vor der jeweiligen Säule, hebst die Hand und sagst: „Bismillâh“ und fasst die Absicht, es für die bestimmte Person zu tun. Du kannst auch anschließend oder davor für dich selbst die Säule bewerfen, bevor du weitergehst. Dein Angehöriger, den du vertrittst, muss vorher seine Erlaubnis gegeben haben. Es ist also sehr einfach, und eine große Erleichterung für schwache Menschen. Das Wichtigste zum Schluss: Der innere Zustand Die beste Durchführung nützt nichts, wenn du als Begleiter gestresst, wütend oder ungeduldig wirst. Dein kranker Angehöriger spürt deine Anspannung. Er wird sich schuldig fühlen, weil er „zur Last fällt“. Sag ihm immer wieder: „Du bist keine Last. Du bist ein Geschenk. Allah wird deine Schwäche belohnen.“ Denn der Prophet sagte: „Wenn der Diener Allahs krank wird oder auf Reisen ist, erhält er denselben Lohn der Taten, die er zu Hause und gesund verrichtet hätte.“ (Al-Buchârî). Dein Vater im Rollstuhl, deine Mutter mit Schmerzen – ihr Hadsch ist nicht weniger wert. Im Gegenteil: Ihre Mühe ist größer. Du bist nur die helfende Hand. Und diese Hand sieht Allah ebenso wie ihre geduldige Seele. 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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Rechtschaffene Frauen und Haddsch Teil 2 http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247333 Jun 10th 2026, 08:51 Im Hadîth von Umm Salama heißt es: „Ich klagte dem Gesandten Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mein Leiden. Da sagte er: ‚Vollziehe den Tawâf hinter den Menschen, während du reitest.‘ Ich vollzog den Tawâf, während der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) neben dem Haus (Ka’ba) betete und dabei die Qurân-Verse: ‚Bei dem Berg; und bei einem Buch, das in Zeilen niedergeschrieben ist‘ (Koran 52:1-2) rezitierte. An-Nawawî sagte: „Der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) befahl ihr, den Tawâf hinter den Menschen zu vollziehen. Dies hatte zwei Gründe: Zum einen ist es für Frauen Sunna, sich während des Tawâf von den Männern fernzuhalten. Zum anderen wollte man vermeiden, dass die Menschen durch ihr Reittier gestört wurden. Gleiches galt für Männer, die den Tawâf zu Pferd vollzogen. Und sie verrichtete den Umlauf, während der Prophet betete, damit er ihr mehr Schutz (vor den Blicken) bot. Dieses Gebet war das Morgengebet.“ - Eine rechtschaffene Frau soll während des Haddsch Fragen über ihre Religion stellen: Im Hadîth von Abdullâh ibn Abbâs heißt es: „Eine Frau aus dem Stamm der Chath‘am kam. Al-Fadl sah sie an, und sie sah ihn an. Der Gesandte Allâhs (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) drehte Al-Fadls Gesicht zur anderen Seite. Sie sagte: ‚Gesandter Allâhs, die Pflicht der Diener Allâhs zum Haddsch hat meinen Vater in einem hohen Alter erreicht. Er kann nicht mehr fest auf dem Reittier sitzen. Darf ich den Haddsch für ihn vollziehen?‘ Der Prophet antwortete: ‚Ja.‘ Dies geschah während des Abschieds-Haddsch.“ Ibn Abbâs (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) berichtete, dass der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) in Rauhâ einige berittene Leute traf. Auf seine Frage, wer sie seien, wurde ihm geantwortet: „Muslime.” Als sie ihrerseits fragten, wer er sei, antwortete er: „Allâhs Gesandter.” Da hob eine Frau einen Jungen zu ihm empor und fragte: „Wird diesem Kind die Pilgerfahrt angerechnet?” Er antwortete: „Ja, und auch du wirst dafür belohnt werden” - Eine rechtschaffene Frau soll weder einen Niqâb (Gesichtsschleier) tragen noch Handschuhe: Dies geht auf einen Hadîth von Ibn Umar zurück, in dem es heißt: „Eine Frau im Ihrâm soll weder einen Niqâb tragen noch Handschuhe.“ Schaich Al-Islâm Ibn Taimiyya sagte: „Die Burqa (Ganzkörperschleier) ist strenger als der Niqâb.“ Ibn Al-Qayyim sagte: „Die Burqa und der Lithâm (Gesichtsschleier, der nur die Augen freilässt), obwohl sie nicht Niqâb genannt werden, unterscheiden sich nicht vom Niqâb. Wenn der Niqâb verboten ist, dann sind die Burqa und der Lithâm erst recht verboten! Deshalb verbot die Mutter der Gläubigen den Lithâm (im Ihrâm).“ Ibn Hazm sagte: „Der Lithâm ist zweifellos ein Niqâb und daher für eine Frau (im Ihrâm) nicht erlaubt.“ Sind jedoch fremde Männer anwesend, soll die Frau im Ihrâm ihr Gesicht bedecken, aber nicht mit einem Niqâb, einer Burqa oder etwas Ähnlichem, das das Gesicht vollständig bedeckt, wie im folgenden Punkt erläutert wird: - Eine rechtschaffene Frau sollte während der Pilgerfahrt und auch zu anderen Zeiten ihr Gesicht vor fremden Männern bedecken: Dies stützt sich auf die allgemeinen Vorschriften zum Hidschâb sowie auf spezifische Überlieferungen, wie etwa diejenige von Fâtima bint Al-Mundhir, die berichtet, dass sie während des Ihrâms zusammen mit Asmâ bint Abû Bakr ihr Gesicht bedeckte. Imâm Malik verzeichnete in seinem „Muwatta“ von Hischâm ibn Urwa, dass Fâtima bint Al-Mundhir sagte: „Wir bedeckten unsere Gesichter, während wir im Ihrâm waren, als wir mit Asmâ bint Abû Bakr As-Siddîq zusammen waren.“ Ibn Al-Qayyim sagte: „Die Frauen des Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) kannten diese Angelegenheit am besten. Sie pflegten den Schleier über ihre Gesichter fallen zu lassen, wenn Karawanen an ihnen vorbeikamen, und wenn die Karawanen sie passiert hatten, enthüllten sie ihre Gesichter. In einer Überlieferung von Wakî sagte Mu‘âdha Al-Adawiyya: ‚Ich fragte Âischa: »Was soll eine Frau im Ihrâm tragen?« Sie antwortete: »Sie soll weder einen Niqâb tragen noch einen Lithâm, sondern sie soll ihr Gewand über ihr Gesicht ziehen.«‘ Einige gingen sogar so weit zu behaupten, dass die Frau ihr Gesicht während des Ihrâm überhaupt nicht bedecken dürfe. Sie sagten: ‚Lässt sie ihr Gewand über ihr Gesicht fallen, so darf es ihr Gesicht nicht berühren. Falls dies geschieht, muss sie eine Sühneleistung erbringen!‘ Für diese Auffassung gibt es keinerlei Beleg. Konsequenterweise müsste man nach diesem Verständnis auch für das Bedecken der Hände eine Sühneleistung erbringen. Der Prophet hat in seinem Verbot keinen Unterschied gemacht und hat das Gesicht und die Hände einer Frau mit (der Regelung in Bezug auf den) Körper eines Mannes im Ihrâm gleichgesetzt. Er untersagte das Tragen von Hemden für den Körper, Niqâbs für das Gesicht und Handschuhen für die Hände. Da das Bedecken des Körpers erlaubt ist, erscheint ein Verbot für das Bedecken des Gesichts widersprüchlich, insbesondere da Allâh den Frauen geboten hat, ihr Gewand über sich zu ziehen, um nicht erkannt zu werden und die Männer nicht in Versuchung zu führen.“ Es ist wichtig zu betonen, dass es für Frauen nicht notwendig ist, den Dschilbâb, den sie über ihr Gesicht ziehen, ständig anzuheben, wie manche Frauen es tun. Dieses ständige Anheben ist sowohl anstrengend als auch nicht vorgeschrieben. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn der Dschilbâb die Haut berührt. Ibn al-Qayyim hat diese Ansicht in seinen zuvor erwähnten Aussagen bereits deutlich gemacht. Schaich Al-Islâm Ibn Taimiyya sagte: „Bedeckt eine Frau ihr Gesicht mit etwas, das ihr Gesicht nicht berührt, so ist dies einstimmig erlaubt. Falls es ihr Gesicht doch berührt, so ist die korrekte Meinung, dass dies ebenfalls erlaubt ist. Denn der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) behandelte ihr Gesicht und ihre Hände gleich, und beides gleicht (in der Regelung) dem Körper des Mannes, aber er verbot den Frauen nicht, den Kopf zu bedecken. Die Frauen des Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) pflegten das Gewand über ihre Gesichter fallen zu lassen, ohne darauf zu achten, ob es dabei ihr Gesicht berührt oder nicht. Niemand von den Gelehrten hat vom Propheten (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) überliefert, dass er sagte: ‚Der Ihrâm der Frau schließt das Gesicht mit ein.‘ Dies ist nur die Meinung einiger rechtschaffener Vorgänger. Aber der Prophet (möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verbot ihr, einen Niqâb oder Handschuhe zu tragen, so wie er dem Mann im Ihrâm verbot, ein Hemd oder Ledersocken zu tragen, obwohl es ihm einstimmig erlaubt ist, seine Hände und Füße zu bedecken. Die Burqa ist strenger als der Niqâb, daher ist sie einstimmig verboten. Deshalb trägt eine Frau im Ihrâm nichts, das speziell zum Bedecken des Gesichts gemacht ist, wie eine Burqa oder ähnliches, denn es ist wie der Niqâb.“ You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Rechtschaffene Frauen und Männer und das Ende der Pilgerfahrt: http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247393 Jun 10th 2026, 08:51 Die beeindruckenden Berichte und Biografien rechtschaffener Pilger haben uns ein tiefgreifendes Verständnis des Haddsch vermittelt. Sie zeigen uns: - Die wahre Bedeutung, den Zweck, die Weisheit und das Ziel der Pilgerfahrt. - Eine gewisse Stärke in der Anbetung und Aufrichtigkeit im Flehen und in der Hingabe an Allâh den Erhabenen. - Die Reinheit der Seelen, die ihre Nähe zu Allâh in diesen Kulthandlungen spüren. - Brüderlichkeit, Liebe, Geben und Schenken. Diese Überlieferungen zeichnen das Bild eines frommen, reinen und bescheidenen Pilgers. Dieser ist bedacht auf seine Worte und Taten. Seine Zunge verwendet er nicht für Geschwätz und überflüssiges Gerede und er ist in seinen Handlungen unaufdringlich, aber eifrig in der Anbetung Allâhs. Mal sieht man ihn im Gebet, mal beim Lesen des Qurâns, mal das Gute gebietend und das Böse verbietend. Er ist großzügig und gibt sein Vermögen, sein Wissen und seine Zeit für den Dienst an den Muslimen aus. Er ist bestrebt, Gelehrte, Fromme und Rechtschaffene zu treffen. Er gibt sich nicht dem Luxus in Bezug auf Essen, Kleidung, Transportmittel und Unterkunft hin. Er spürt die Unverletzlichkeit der Zeit und des Ortes und ist sich bewusst, dass er sein Haus, seine Familie, sein Vermögen und sein Land verlassen hat, um Lohn von Allâh zu erlangen. Genau das ist der Haddsch der Rechtschaffenen. Am Ende der Pilgerfahrt der Rechtschaffenen sehen wir Folgendes: - Sie gedenken Allâhs häufig und wenden sich im Bittgebet nur an Ihn, ohne Ihm Partner beizugesellen: Dies entspricht Allâhs Wort: „Wenn ihr dann eure Riten vollzogen habt, dann gedenkt Allâhs, wie ihr eurer Väter gedenkt, oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Menschen gibt es manch einen, der sagt: ‚Unser Herr, gib uns im Diesseits!" Doch hat er am Jenseits keinen Anteil. Unter ihnen gibt es aber auch solche, die sagen: ‚Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes, und bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers!’“ (Koran 2:200-201). Allâh befiehlt uns, nach Beendigung der Riten Seiner zu gedenken. Im Gegensatz dazu verherrlichten die Menschen der Dschâhiliyya (vorislâmische Zeit) ihre Vorfahren während der Haddsch-Zeit durch deren Taten, indem sie beispielsweise sagten: „Mein Vater pflegte zu speisen, Lasten zu tragen und Blutgeld zu zahlen.“ Um diese falsche Praxis zu korrigieren, offenbarte Allâh seinem Gesandten diesen Vers. Atâ ibn Abû Rabâh sagte: „Wer abreist, soll auf dem Weg zu seiner Familie Folgendes sagen: ‚Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes und bewahre uns vor der Strafe des Feuers!‘“ Ibn Radschab sagte: „Der Befehl, nach Beendigung der Riten Allâhs zu gedenken, hat eine Bedeutung. Sie besteht darin, dass alle anderen Ibâdât beendet und abgeschlossen sind, aber das Gedenken Allâhs bleibt bestehen und endet nicht. Es wird von den Gläubigen sowohl im Diesseits als auch im Jenseits fortgesetzt.“ - Wir sehen auch in den Berichten über die rechtschaffenen Pilger, dass sie nach dem Haddsch weiterhin gute Taten vollbrachten. Al-Hasan Al-Basrî (möge Allâh ihm barmherzig sein) wurde gefragt: „Was ist ein angenommener Haddsch?“ Er sagte: „Dass du zurückkehrst und der Welt gegenüber enthaltsam bist und dich nach dem Jenseits sehnst.“ Mein Bruder, möge dein Haddsch zu einer Schutzmauer werden, die dich vor dem Verderben bewahrt, und zu einem Rettungsanker, der dich vor dem Abgrund schützt. Möge er dich anspornen, noch mehr Gutes zu tun und Rechtschaffenes zu vollbringen. Bedenke, dass für einen Gläubigen das Streben nach dem Guten kein Ende nimmt, bis der Tod kommt. Wie wundervoll wäre es, wenn du nach deiner Pilgerfahrt als ein Mensch zurückkehrst, der von einem edlen Charakter und vorzüglichen Eigenschaften geprägt ist! Wie schön wäre es, wenn du zu deiner Familie und in dein Land zurückkehrst und mit Güte und Wohlwollen auf deine Mitmenschen zugehst und ein reines Herz hast! Wer nach dem Haddsch mit solchen Tugenden zurückkehrt, der hat wahrhaftig von den tiefsten Geheimnissen und den wertvollen Lehren dieser Pilgerfahrt profitiert O Allâh, nimm von den Pilgern ihren Haddsch und ihren Say an! O Allâh, mach ihren Haddsch zu einem angenommenen Haddsch, ihren Say zu einem belohnten Say und vergib ihnen ihre Sünden! O Allâh, mache ihre Reise gesegnet und ihre Rückkehr in ihre Heimatländer willkommen! O Allâh, erleichtere ihnen den Weg, beschütze sie vor allem Übel, von vorn und von hinten, von rechts und von links! O Allâh, mache ihren Weg sicher, ruhig und friedvoll! O Allâh, bringe sie durch Deine unendliche Barmherzigkeit wohlbehalten zurück zu ihren Familien, Freunden und Lieben, o Barmherzigster der Barmherzigen! Möge Allâh Seinen Diener und Gesandten, den Siegel der Propheten, seine Familie und seine Gefährten in Ehren halten. 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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Hâdschars Geschichte – Was ihr Lauf zwischen Safâ und Marwa uns heute lehrt http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247402 Jun 10th 2026, 08:52 Du läufst zwischen Safâ und Marwa hin und her – sieben Mal. Deine Füße schmerzen, die Hitze drückt, und um dich herum drängen sich tausende Pilger. Warum tust du das? Die Antwort liegt mehre tausend Jahre zurück, bei einer Frau, die in der Geschichte des Islams einen sehr hohen Rang einnimmt: bei Hâdschar, einer Magd. Ihr Lauf ist nicht nur ein Ritus – er ist eine lebendige Lektion über Verzweiflung, Vertrauen und die unerwartete Hilfe Allahs. Was können wir von ihr lernen? Eine Frau in der Wüste Die Geschichte beginnt nicht in Mekka, sondern in der Wüste. Ibrâhîm brachte seine Frau Hâdschar und ihren kleinen Sohn Ismâ´îl auf Allahs Geheiß an einen kargen, unbewohnten Ort – das Tal, das später Mekka heißen wird. Kein Wasser, keine Nahrung, kein Mensch. Ibrâhîm ließ sie dort mit einem Schlauch Wasser und einem Beutel Datteln zurück. Hâdschar rief ihm nach: „Ibrâhîm, wohin gehst du? Willst du uns hier ohne Wasser und Nahrung zurücklassen?“ Ibrâhîm antwortete nicht. Sie fragt weiter: „Hat Allah dir das befohlen?“ Erst da erwiderte er: „Ja.“ Da sagte Hâdschar Worte, die jeder Pilger im Herzen tragen sollte: „Dann wird Allah uns nicht im Stich lassen.“ Das ist der erste und wichtigste Punkt: Hâdschar vertraute nicht auf Ibrâhîm, nicht auf ihre eigene Stärke, sondern auf Allahs Versprechen. Sie wusste, dass derjenige, der sie hierher schickte, auch versorgen wird. Doch dieses Wissen ist keine Garantie für ein bequemes Leben. Das Vertrauen wurde sofort auf die Probe gestellt. Die Verzweiflung: Sieben Läufe zwischen Hoffnung und Angst Das Wasser im Schlauch war bald aufgebraucht. Die Milch in Hâdschars Brust versiegte. Ismâ´îl schrie vor Durst, wandte sich auf dem heißen Boden. Hâdschar konnte ihn nicht stillen. Doch blieb sie nicht sitzen, um auf Allahs Beistand zu warten, sie stand auf. Sie rannte zum nächsten Hügel – Safâ, stieg hinauf, spähte ins Land, doch sah sie nur Wüste. Sie eilte hinunter und rannte zum nächsten Hügel – Marwa: doch wieder nichts. Sieben Mal lief sie so hin und her, als etwa 3,5 Kilometer in brütender Hitze, mit einem schreienden Kind. Sie sucht nicht nach Wundern, sondern nach Wasser – nach einer Lösung. Das ist die zweite Lektion: Glauben bedeutet nicht, passiv zu warten und nur zu beten, während das Kind stirbt. Vielmehr soll man sich bemühen und auf Allah vertrauen. Hâdschar verband das Handeln und die Hingabe. Das Wunder: Aus scheinbarer Leere entspringt Wasser Nach dem siebten Mal kehrte Hâdschar zu Ismâ´îl zurück. Da erschien der Engel Dschibrîl, schlug mit seinem Flügel auf den Boden – und dort, wo der kleine Fuß Ismâ´îls im Sand scharrte, begann eine Quelle zu sprudeln. Kein Rinnsal, kein Tropfen – es ist der Brunnen Zamzam, der bis heute nicht versiegt ist. Hâdschar wollte das Wasser, mit den Händen aufhalten, damit es nicht versiegt, und sagte: „Zam, zam! – Stopp, stopp!“ Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Allah erbarme sich Hâdschar, der Mutter von Ismâ´îl, hätte sie es fließen lassen, wäre es heute ein Fluss.“ (Musnad Ahmad). Doch die eigentliche Botschaft ist tiefer: Das Wunder geschah erst, als Hâdschar verzweifelte. Im Qurân steht: „Wahrlich, mit der Erschwernis kommt die Erleichterung“ (Sure 94:5). Hâdschar lebte diesen Vers. Was Hâdschar uns heute lehrt Lektion 1: Deine Anstrengung wird gesehen. Du rennst zwischen Safâ und Marwa – aber eigentlich rennst du jeden Tag: zwischen Arbeit und Familie, zwischen Sorgen und Hoffnungen, zwischen Rückschlägen und neuen Versuchen. Hâdschar lehrt dich: Jeder Schritt zählt. Allah sieht deine Mühe, auch wenn das Ergebnis noch aussteht. Lektion 2: Verzweiflung ist kein Mangel an Glauben. Hâdschar war verzweifelt. Sie rannte, weil sie Angst hatte. Der Islam verlangt keine Emotionslosigkeit. Du darfst weinen, du darfst zitternd um Hilfe schreien: „Oder meint ihr etwa, dass ihr in den (Paradies)garten eingehen werdet, noch bevor Gleiches über euch gekommen ist, wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Leid widerfuhr ihnen, und sie wurden erschüttert, bis dass der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glaubten, sagten: ‚Wann kommt Allahs Sieg?‘ Aber wahrlich, Allahs Sieg ist nahe.“ (Sure 2:214). Was zählt, ist, dass du nicht aufhörst zu laufen. Lektion 3: Die Hilfe kommt oft unerwartet. Hâdschar suchte Wasser in der Ferne – aber die Quelle entsprang genau dort, wo sie war, am Fuß ihres Kindes. So ist es oft: Du suchst dein Glück in einem neuen Job, einem neuen Land, einer neuen Beziehung – und die Lösung liegt direkt vor dir, unter deinen Füßen. Öffne deine Augen für die kleinen Wunder. Lektion 4: Eine einzige Frau kann die Geschichte verändern. Hâdschar war eine ehemalige Sklavin, eine Fremde, eine alleinerziehende Mutter in der Wüste. Nichts an ihrer Situation versprach Größe. Doch durch ihren Lauf und ihr Vertrauen wurde aus der Einöde die heiligste Stadt des Islam. Zamzam versorgt bis heute Millionen von Pilgern. Deine Taten sind nie zu gering. Wenn du zwischen Safâ und Marwa läufst, dann lauf nicht mechanisch. Denk an Hâdschar! Sieh ihre Fußspuren vor dir. Fühl ihre Angst – und ihren Mut. Und dann frag dich: Wo in meinem Leben renne ich gerade vergeblich? Wo suche ich Wasser in der Wüste? Und wo bin ich bereit, noch ein letztes Mal zu rennen – im Vertrauen, dass die Quelle genau dann entspringt, wenn ich am wenigsten damit rechne? Hâdschar hat es getan. Du kannst es auch. 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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Hadsch und Umra im Vergleich – Die entscheidenden Unterschiede, die jeder kennen sollte http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247408 Jun 10th 2026, 08:52 Viele Pilger verwechseln den Hadsch mit der Umra oder glauben, die Umra sei einfach ein „kleiner Hadsch“. Das ist ein Irrtum. Wer den Unterschied nicht kennt, riskiert, Pflichten zu vernachlässigen oder gar seine Pilgerfahrt ungültig zu machen. Dabei sind die Unterschiede klar – in der Pflicht, im Zeitpunkt, im Ablauf und der Belohnung. Der wichtigste Unterschied: Pflicht oder freie Tat Der Hadsch ist für jeden Muslim, der dazu körperlich und finanziell in der Lage ist, einmal im Leben Pflicht. Wer die Voraussetzungen erfüllt und den Hadsch unterlässt, begeht eine schwere Sünde. Die Grundlage ist der Qurân: „Und Allah steht es den Menschen gegenüber zu, dass sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen - (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit haben.“ (Koran 3:97). Die Umra hingegen ist nach der Gelehrtenmehrheit eine stark empfohlene Sunna, aber keine Pflicht. Wichtig: Die Umra ersetzt niemals den Hadsch. Manche denken, wenn sie schon die Umra gemacht haben, bräuchten sie den Hadsch nicht mehr – das ist falsch. Der Zeitpunkt: Festgelegt oder immer Der Hadsch findet ausschließlich in den Monaten Schawwâl, Dhû al-Qa´da und den ersten zehn Tagen des Dhû al-Hiddscha statt – mit den Kernriten (Minâ, Arafat, Muzdalifa, Tawâf, Sa´î) an ganz bestimmten Tagen, vor allem dem 9. bis 13. Dhû al-Hiddscha. Wer den Tag in Arafat verpasst, hat den gesamten Hadsch verpasst. Man hat nur dieses Zeitfenster. Die Umra kann dagegen grundsätzlich immer durchgeführt werden. Viele Pilger verbinden sie mit dem Hadsch oder auch separat, etwa im Ramadan, wo ihre Belohnung besonders groß ist. Einzige Ausnahme: Die Umra an den Haupttagen des Hadsch (vom 9. bis 10. Dhû al-Hiddscha) für einen Hadschpilger ist nicht möglich. Die Riten im Detail: Was gehört dazu? Die Umra umfasst nur vier Riten: 1. Der Ihrâm (Zustand der Pilgerweihe) 2. Der Tawâf (rituelle Umschreitung der Kaaba) 3. Der Sa´î (ritueller Lauf zwischen Safa und Marwa) 4. Kürzen der Haare Nach dem letzten Ritus ist die Umra abgeschlossen. Der Pilger verlässt den Ihrâm und kehrt ins normale Leben zurück. Der Hadsch umfasst wesentlich mehr: Neben Ihrâm, Tawâf und Sa´î kommen hinzu: Das Verweilen in Arafat (9. Dhû al-Hiddscha) – der Höhepunkt, ohne den der Hadsch ungültig ist, Die Übernachtung in Muzdalifa (Nacht vom 9. auf den 10. Dhû al-Hiddscha), Die rituelle Bewerfung der drei Säulen in Mina, beginnend am 10. Dhû al-Hiddscha, Das Opfer (für die meisten Pilger), Der Aufenthalt in Minâ (am 8. und 10. bis zum 12. oder 13. Dhû al-Hiddscha). Die Dauer: Stunden oder Tage Eine Umra ist in wenigen Stunden vollbracht – vom Ihrâm bis zum Kürzen der Haare. Pilger können sie sogar mehrmals während eines Aufenthalts in Mekka verrichten. Der Hadsch hingegen erstreckt sich über mehrere Tage: vom Eintritt in den Ihrâm bis zur letzten rituellen Steinigung am 12. oder 13. Dhû al-Hiddscha. Wer alle Riten in Ruhe vollziehen will, rechnet mit mindestens fünf intensiven Tagen. Die Belohnung: Ein himmelweiter Unterschied Der Prophet Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Eine Umra zur nächsten ist die Sühne für das, was zwischen ihnen liegt. Aber für einen angenommenen Hadsch gibt es keinen anderen Lohn als das Paradies.“ [Al-Buchârî, Muslim] Das bedeutet: Die Umra tilgz die Sünden zwischen zwei Umras aus – vergleichbar mit einem guten Werk, das immer wieder erneuert wird. Der angenommene, fromm verrichtete Hadsch hingegen reinigt den Pilger vollständig von allen Sünden und lässt ihn zurückkehren „wie am Tag seiner Geburt“. Und sein Lohn ist nichts Geringeres als das Paradies. Praktische Tipps für Pilger 1. Mach die Umra nicht zum Ersatz für den Hadsch. Manche schieben den Hadsch Jahre lang hinaus, sie denken sich: „Ich mache erstmal die Umra.“ Die Umra ist gut, aber sie entbindet nicht von der Pflicht zum Hadsch. 2. Verwechsle die Riten nicht. Wer die Umra macht, geht nicht nach Minâ und bewirft auch nicht die Steinsäulen, er geht auch nicht an die heiligen Stätten in der Nähe Mekkas, das sind ausschließlich Hadschriten. 3. Wenn du beides verbinden willst: Es gibt drei Formen der Hadsch-Durchführung – Ifrad (nur Hadsch), Qirân (Hadsch mit Umra zusammen) und Tamattu‘ (zuerst Umra, dann Hadsch mit neuem Ihrâm). Letzteres ist die empfohlene Methode für die meisten Pilger. Lass dir von einem Wissenden erklären, welche für dich richtig ist. Der Hadsch ist das große Meisterwerk der Pilgerfahrt – komplex, fordernd, man kann ihn nur zu bestimmten Tagen im Jahr verrichten. Die Umra ist die kleine, flexible Übung der Hingabe – jederzeit möglich, weniger belastend, aber auch weniger belohnt. Beide haben ihren eigenen Wert. Doch wer den Unterschied nicht kennt, verliert sich in den Riten. Merke dir: Die Umra kann man heute machen. Den Hadsch macht man, wenn man bereit ist – für eine Reise, die einen für immer verändert. Verwechsle sie nicht. You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Die Dschamarât – Symbolik, Geschichte und häufige Missverständnisse http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247414 Jun 10th 2026, 08:52 Du stehst in Minâ, die Sonne brennt, tausende Pilger drängen sich um dich herum. In deiner Hand hältst du sieben kleine Kiesel. Vor dir erhebt sich eine hohe Steinsäule – die Jamarah. Du zielst, wirfst, und der Stein klackt gegen den Beton. Du wiederholst dies sieben Mal. Dann dasselbe an der nächsten Säule. Was tust du da eigentlich? Viele denken: „Ich bewerfe den Teufel.“ Andere glauben, es gehe darum, Wut oder Aggression abzulassen. Beides ist falsch. Hinter diesem Ritus steckt eine tiefe Geschichte und eine noch tiefere Symbolik, die fast immer missverstanden wird. Die Geschichte: Was geschah wirklich an diesem Ort? Die Dschamarât erinnern an den Propheten Ibrâhîm (Ibrahim). Die Überlieferung berichtet: Als Ibrâhîm von Allah befohlen wurde, seinen Sohn Ismael zu opfern, erschien ihm auf dem Weg nach Minâ dreimal der Teufel (Satan). Der Teufel versuchte, Ibrâhîm von der Erfüllung des göttlichen Befehls abzubringen. An drei verschiedenen Stellen – dort, wo heute die drei Säulen stehen – begegnete Ibrâhîm dem Teufel. Jedes Mal warf Ibrâhîm Kiesel auf ihn, um ihn zu vertreiben. Der Prophet Muhammad bestätigte diesen Ritus, als er sagte: „Die Steinigung der Säulen wurde festgelegt, damit Allah dabei gedacht wird.“ (Ahmad) Das ist der historische Kern: Du bewegst dich an den Orten, an denen Ibrâhîm den Teufel vertrieb. Du tust nicht, was der Teufel will. Du tust, was Ibrâhîm tat. Aber warum? Weil Ibrâhîm als „Vater der Gläubigen“ gilt – und sein Handeln ist eine Lehre für dich. Die Symbolik: Wen oder was bewerfen wir wirklich? Das größte Missverständnis: Manche glauben, die Steinsäulen selbst seien der Teufel oder würden den Teufel verkörpern. Das ist nicht richtig. Die Säulen sind nur Zeichen – sie markieren die Orte, an denen Ibrâhîm dem Teufel begegnete. Du wirfst nicht auf eine Säule, sondern auf eine Erinnerung. Und du wirfst nicht aus Hass, sondern aus Gehorsam. Der Teufel, den Ibrâhîm vertrieb, ist derselbe, der auch heute noch zu dir spricht: die Stimme, die dir sagt: „Es ist nicht so schlimm.“ Die Stimme, die dich von deinen Pflichten abbringen will. Die Stimme, die Zweifel sät. Das rituelle Bewerfen ist ein symbolischer Akt der Zurückweisung: Du sagst dem Teufel in deinem eigenen Herzen: „Ich werfe dich hinaus, ich folge dir nicht, ich tue, was Allah befohlen hat – auch wenn es schwerfällt.“ Der Gelehrte Ibn al-Qayyim sagte: „Die Weisheit der Steinigung liegt darin, dass der Diener seinen Gehorsam gegenüber Allah zeigt, indem er den Feind Allahs (den Teufel) mit Steinen bewirft – nicht aus Hass auf den Stein oder aus Liebe zum Werfen, sondern um den Feind zu demütigen.“ (Zâd al-Ma´âd) Die drei Säulen: Eine Stufenleiter der Versuchung Die Überlieferung sagt: Der Teufel erschien Ibrâhîm zuerst an der kleinen, dann an der mittleren, dann an der großen Säule. Jedes Mal wurde Ibrâhîm versucht, den Befehl Allahs aufzugeben. Jedes Mal widerstand er. Die drei Säulen stehen für die drei Stufen der Versuchung: zuerst eine kleine Ablenkung, dann ein stärkerer Zweifel, schließlich der offene Aufruf zum Ungehorsam. Wenn du an der großen Jamarah wirfst (am 10. Dhû al-Hiddscha – dem Opfertag – und an den folgenden Tagen), dann tust du das, was Ibrâhîm am Ende seiner Prüfung tat: Du sagst dem größten Hindernis zwischen dir und Allah den Kampf an. Häufige Missverständnisse – und was wirklich zählt Missverständnis 1: „Ich muss den Teufel treffen, sonst ist die Steinigung ungültig.“ Falsch. Der Prophet sagte: „Es ist nicht erforderlich, dass der Stein die Säule trifft.“ (Al-Bayhaqî) Entscheidend ist die Absicht und der Akt des Werfens, nicht das Zielen. Viele Pilger stehen stundenlang an und versuchen, genau die Mitte zu treffen – dabei reicht es, wenn der Stein in die Nähe der Säule fällt. Das Gedränge wird dadurch nur noch schlimmer. Missverständnis 2: „Ich muss stark werfen, um meine Wut auf den Teufel zu zeigen.“ Falsch. Der Prophet warf die Steine sanft, ohne Kraft. (Muslim). Es geht nicht um Gewalt, sondern um Gehorsam. Wer wütend wirft, verfehlt die innere Bedeutung. Der Teufel wird nicht durch Steinwürfe besiegt, sondern durch deine Standhaftigkeit. Missverständnis 3: „Die Steine müssen besonders beschaffen sein (schwarz, scharfkantig, aus Muzdalifa).“ Der Prophet sagte: „Werft mit Kieselsteinen.“ (Muslim) Damit meinte er kleine, etwa bohnengroße Steine – keine großen Brocken. Die Farbe ist egal. Und auch wenn es empfohlen ist, sie in Muzdalifa zu sammeln, ist es nicht verboten, sie anderswo zu nehmen. Missverständnis 4: „Nach der Steinigung ist der Teufel für mich besiegt.“ Das wäre zu einfach. Das rituelle Bewerfen ist ein Symbol – die echte „Steinigung“ des Teufels in deinem Leben geschieht jeden Tag, wenn du seiner Einflüsterung widerstehst. Der Ritus trainiert dich nur dafür. Der Qurân und die innere Haltung Der Qurân sagt über Ibrâhîms Prüfung: „Als sein Herr ihn mit Worten prüfte und er sie erfüllte...“ (Koran 2:124). Die Prüfung Ibrâhîms war nicht das rituelle Bewerfen – es war die absolute Bereitschaft zu gehorchen, auch wenn es ihn das Kostbarste kostete. Das rituelle Bewerfen ist die Erinnerung an diese Haltung. Und Allah sagt über den Teufel: „Die List des Satans ist schwach“ (Koran 4:76). Das ist die frohe Botschaft: Der Teufel kann dich nicht zwingen. Seine Versuchung ist nur eine Einflüsterung. Du hast die Macht, sie mit einem Stein – oder mit einem einzigen aufrichtigen „Ich suche Zuflucht bei Allah vor dem Satan“ – zu vertreiben. Drei konkrete Tipps für das rituelle Bewerfen 1. Mache die innere Absicht vor jedem Wurf: „Ich werfe nicht aus Wut. Ich werfe aus Gehorsam gegenüber Allah, um den Teufel – in mir und in der Welt – zurückzuweisen.“ 2. Wiederhole keine alten Fehler: Wenn du dich im Gedränge über andere ärgerst, dann hast du in diesem Moment nicht den Teufel vertrieben, sondern er hat dich vertrieben. Bleib sanft. 3. Nimm die Lektion mit nach Hause: Die Dschamarât werden jedes Jahr neu aufgebaut. Deine innere „Steinigung“ des Teufels musst du auch jeden Tag neu beginnen. Der Hadsch endet, der Kampf gegen das Ego nicht. Das rituelle Bewerfen der Dschamarât ist keine Gewalttat. Es ist ein Akt der Demut: Du tust etwas, das auf den ersten Blick sinnlos erscheint – du wirfst kleine Steine auf große Säulen. Doch gerade in dieser scheinbaren Sinnlosigkeit liegt die Tiefe. Du zeigst, dass du bereit bist, Allahs Befehl zu folgen, auch wenn du den Grund nicht vollständig verstehst. Du zeigst, dass du den Teufel nicht fürchtest. Und du zeigst vor allem: Du willst sein wie Ibrâhîm – nicht perfekt, aber gehorsam. Und das ist stärker als jeder Stein. 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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Die innere Bedeutung der Kaaba – Warum wir sie umkreisen und was sie im Herzen bewirkt http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247411 Jun 10th 2026, 08:52 Du stehst vor ihr. Deine Augen heben sich, und da ist sie: die Kaaba. Ein schlichtes Bauwerk aus großen Steinen, schwarz verhüllt, ohne jede Verzierung. Kein Dach, nichts, was das Auge blenden könnte. Und doch fühlst du in diesem Moment etwas, das du nicht erklären kannst. Dein Herz klopft, deine Kehle wird eng, Tränen steigen auf – ohne Vorwarnung. Was ist das für ein Ort, der Menschen so bewegt? Und warum drehen wir uns im Tawâf immer wieder um ihn herum, ohne jemals in ihn einzutreten? Die Kaaba – kein Götze, sondern ein Zeichen Der erste und wichtigste Punkt: Muslime beten nicht die Kaaba an. Sie ist keine Allahheit, kein Götzenbild. Sie zeigt nur die Richtung (Qibla) an, in der wir uns zum Gebet ausrichten. Ihre Bedeutung liegt nicht im Stein, sondern in dem, wofür sie steht: die alleinige Verehrung Allahs. Die Kaaba ist das erste Haus, das dem Menschen zum Gedenken an seinen Schöpfer errichtet wurde. Im Qurân steht: „Das erste (Gottes)haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist wahrlich dasjenige in Bakka, als ein gesegnetes (Haus) und eine Rechtleitung für die Weltenbewohner“ [Koran 3:96]. Wenn du die Kaaba ansiehst, siehst du also nichts Materielles – du siehst eine Erinnerung. Eine Erinnerung an den Propheten Ibrâhîm, der sie gemeinsam mit seinem Sohn Ismâ´îl errichtete. Eine Erinnerung an alle Propheten, die hier beteten. Und vor allem: eine Erinnerung an deinen eigenen Platz in der Schöpfung. Du bist klein, vergänglich, aber du bist eingeladen, dich an den Größte zu wenden. Der Tawâf – eine Bewegung des Herzens Nun beginnst du den Tawâf, die siebenmalige rituelle Umschreitung der Kaaba. Äußerlich ist es eine einfache Kreisbewegung. Innerlich aber passiert etwas Tieferes. Warum ein Kreis? Weil der Kreis kein Anfang und kein Ende hat – so wie Allahs Gegenwart allumfassend ist. Du gehst nicht auf die Kaaba zu, um in sie einzudringen. Du gehst um sie herum, als ob du sagtest: „Du stehst im Zentrum, nicht ich. Mein Leben dreht sich um dich, nicht um mich.“ Der Prophet Muhammad sagte über den Tawâf: „Er ist wie das Gebet, nur dass das Sprechen darin erlaubt ist.“ [At-Tirmidhî.] Das heißt: Jeder Schritt ist eine Anbetung. Deine Füße beten, deine Augen beten, deine Tränen beten. Die sieben Umrundungen erinnern an die sieben Himmel, an die sieben Tage der Woche, an die Vollständigkeit. Du verlässt den Tawâf nicht so, wie du zuvor gelebt hast – wenn du dich darauf einlässt. Der schwarze Stein – eine Lektion in Demut An der östlichen Ecke der Kaaba sitzt der Schwarze Stein. Du siehst die Menschen, die ihn berühren oder küssen wollen, so wie der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) es tat. Aber was ist dieser Stein? Ein besonderer Stein, doch sagte Umar: „Ich weiß, du bist nur ein Stein, der weder schadet noch nützt. Hätte ich nicht gesehen, wie der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) dich geküsst hat, hätte ich dich nicht geküsst.“ [Al-Buchârî]. Warum also dieses Gedränge? Die Lektion ist eine andere: Du zeigst deine Liebe nicht zum Stein, sondern zu dem, der diesen Stein hierher gelegt hat. Du orientierst dich an einem Zeichen, das dich an etwas Größeres erinnert. Wer im Gedränge um den Stein andere stößt, ignoriert den tieferen Sinn. Wer ihn nicht erreichen kann und mit der Hand aus der Ferne grüßt, hat die Lektion bereits verstanden: Es geht nicht um die Berührung. Es geht um die Absicht und das Befolgen der Sunna. Die leere Mitte – Allahs Platz ist nicht besetzbar Ein tiefes Geheimnis der Kaaba ist ihre Leere. Du gehst hinein? Nein, denn das Innere ist meist verschlossen. Aber selbst wenn du es betreten könntest – da wäre nichts. Keine Statue, kein Bild, keine Lampe, nur leerer Raum. Das ist die einfache Botschaft des Islams: Allah ist nicht in einem Ding gefangen, die Kaaba ist Sein Haus in dem Sinne, dass es allein für Ihn errichtet wurde. Die Leere der Kaaba sagt dir: Du kannst Allah nicht einsperren, nicht fassen, nicht in einen Tempel bannen. Er ist größer, als dass ein Haus ihn begrenzen könnte. Trotzdem hat Er dieses Haus zu seinem Haus ernannt – als Zeichen der Barmherzigkeit für schwache Menschen, die einen Ort brauchen, um sich zu sammeln. So wie du ein bestimmtes Zimmer in deinem Haus brauchst, um zu beten, so braucht die Umma ein bestimmtes Gebäude, um sich als Gemeinschaft zu erfahren. Was die Kaaba in deinem Herzen bewirkt Nach dem Hadsch, wenn du wieder zu Hause bist, wird die Kaaba in deinem Herzen weiterleben – wenn du es zulässt. Sie wird zu einem inneren Kompass. Jedes Mal, wenn du dich für das Gebet ausrichtest, erinnerst du dich an diesen Moment, als du vor ihr standst. Jedes Mal, wenn du das Gefühl hast, das Leben drehe sich um dich, erinnerst du dich daran, was du im Tawâf gelernt hast: Der Kreis des Daseins hat ein Zentrum, und das bist nicht du. Die Kaaba ist ein Stein geblieben. Aber du – du hast dich verändert. Und das ist das eigentliche Wunder. Der Prophet Ibrâhîm baute die Kaaba mit den Worten: „Mein Herr, mache dies zu einer sicheren Ortschaft “ [Koran 2:126]. Heute weißt du: Dieser sichere Ort ist nicht nur in Mekka. Er ist in dir, sobald dein Herz sich ein für alle Mal darauf ausgerichtet hat, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allah gibt. Und so endet dein Tawâf nicht an der Kaaba. Er beginnt dort. You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Die Frau auf dem Hadsch – Rechte, Pflichten und besondere Erleichterungen http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247417 Jun 10th 2026, 08:52 Der Hadsch ist für Frauen genauso eine Pflicht wie für Männer – sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. Doch viele Pilgerinnen verunsichert die Frage: Gelten für mich die gleichen Regeln? Darf ich mich im Ihrâm verschleiern? Was mache ich, wenn meine Menstruation einsetzt? Und brauche ich überhaupt einen männlichen Begleiter? Die Antworten sind klarer, als viele denken. Allah hat Frauen nicht benachteiligt, sondern ihnen Erleichterungen gewährt, die auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die grundlegenden Voraussetzungen: Mahram und Erlaubnis Die erste Hürde für viele Frauen ist die Reise zum Hadsch. Hier gilt: Eine Frau darf grundsätzlich nicht ohne einen Mahram (einen männlichen Verwandten, den sie aus islamrechtlichen Gründen nicht heiraten darf) reisen. Der Prophet (Frieden sei auf ihm) sagte: „Eine Frau darf nicht einen Tag und eine Nacht reisen, es sei denn, sie hat einen Mahram bei sich.“ (Al-Buchârî, Muslim) Doch was ist mit dem Pflicht-Hadsch? Die Mehrheit der Gelehrten vertritt die Auffassung, dass eine Frau für ihren obligatorischen Hadsch auch ohne ihren Mahram reisen darf, wenn sie in einer sicheren Reisegruppe ist, denn die Pflicht gegenüber Allah geht dem Gehorsam gegenüber dem Ehemann vor, wenn es um eine individuelle religiöse Pflicht geht. Für den freiwilligen Hadsch (Sunna) hingegen benötigt sie einen Mahram (Fatwâ Nr. 115912, Englisch). Eine wichtige Erleichterung: Wenn eine Frau aus islamischen Gründen nicht reisen kann, ist sie vom Hadsch befreit. Allah fordert niemanden über seine Fähigkeiten hinaus. Der Ihrâm der Frau – anders als beim Mann Der Ihrâm der Frau unterscheidet sich in einigen Punkten grundlegend von dem des Mannes: 1. Bekleidung: Männer tragen die zwei weißen Tücher. Frauen tragen ihre normale, islamkonforme Kleidung – jedoch ohne Niqâb (festen, anliegenden Gesichtsschleier) und ohne Handschuhe. Der Prophet sagte: „Die Frau im Ihrâm soll keinen Niqâb tragen und keine Handschuhe anziehen.“ (Al-Buchârî) Das bedeutet nicht, dass sie ihr Gesicht offen zeigen muss – sie kann es mit ihrem Kopftuch bedecken, aber nicht mit einem speziellen Niqâb, der das Gesicht ganz umschließt. 2. Die Talbiyya wird nicht laut ausgerufen: Frauen sprechen die Talbiyya leise, so dass nur sie selbst oder ihre Nachbarin sie hört. Dies schützt ihre Würde und vermeidet Unannehmlichkeiten. 3. Kein Ramal (Eilen) beim Tawâf: Männer eilen bei den ersten drei Umrundungen des Tawâf. Für Frauen ist dies nicht vorgesehen. Sie gehen in ihrem normalen Schritt (Siehe Fatâ Nr. 51613). Die Menstruation auf dem Hadsch – was tun? Die größte Sorge vieler Pilgerinnen ist die Menstruation während des Hadsch. Die gute Nachricht: Dies ist kein Hindernis für den Hadsch selbst – nur für den Tawâf. Der Prophet sagte zu Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein), als sie ihre Periode hatte: „Tu alles, was der Hadsch-Pilger tut, aber umlaufe das Haus (die Kaaba) erst, wenn du rein bist.“ (Al-Buchârî, Muslim) (Siehe Fatwâ Nr. 129418). Das bedeutet konkret: Du legst den Ihrâm an, auch wenn du deine Periode hast. Du nimmst vorher den Ghusl (rituelle Ganzwaschung). Du verrichtest alle Riten des Hadsch – den Aufenthalt in Arafat, die Übernachtung in Muzdalifah, das rituelle Bewerfen der Dschamarât. Einzige Ausnahme: Der Tawâf. Den führst du erst aus, wenn die Blutung aufgehört hat und du den Ghusl vorgenommen hast. Wenn die Blutung erst nach dem Pflicht-Tawâf einsetzt, ist dies unbedenklich – du hast ihn bereits gültig verrichtet, der Abschieds-Tawâf entfällt, wenn er wegen der Periode nicht möglich ist, ohne Sühneleistung. Verhalten im Gedränge – Schutz der Würde Eine Herausforderung für Frauen ist das oft extreme Gedränge beim Tawâf und bei der rituellen Bewerfung der Steinsäulen. Hier gilt: Die Frau ist nicht verpflichtet, den Schwarzen Stein zu berühren oder sich in die dichtesten Menschenmengen zu begeben. Sie kann den Tawâf im äußeren Bereich verrichten, wo es etwas ruhiger ist. Wenn sie den Stein nicht erreichen kann, genügt ein Handzeichen aus der Ferne. Beim rituellen Bewerfen der Dschamarât gibt es für Frauen eine große Erleichterung: Sie dürfen die Steinigung zu Randzeiten verrichten – also nicht zur Hauptzeit am Vormittag, sondern am Nachmittag oder Abend, wenn die Menge geringer ist. Viele Gelehrte erlauben Frauen sogar, jemanden mit der Bewerfung der Steinsäulen für sie zu beauftragen, wenn das Gedränge eine Gefahr darstellt. Die Frau ist beim Hadsch nicht benachteiligt – sie ist umsorgt. Die islamrechtlichen Regelungen nehmen Rücksicht auf ihre körperlichen und sozialen Gegebenheiten: die Menstruation, die Notwendigkeit eines Mahrams, die Gefahren des Gedränges, die Schamhaftigkeit. Der Hadsch einer Frau ist genauso wertvoll wie der eines Mannes. ´Â`ischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein) überlieferte viele Hadithe über den Hadsch des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) – und sie selbst war eine der größten Gelehrten in dieser Frage. Wenn du als Frau zum Hadsch aufbrichst, dann geh im Vertrauen darauf, dass Allah dich nicht mit etwas belastet, das du nicht tragen kannst. Er hat dir Erleichterungen gegeben, wo andere Strenge erwarten. Und das größte Geschenk – ein angenommener Hadsch – steht dir genauso offen wie jedem Mann. 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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 09:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Die Vorbereitung auf den Hadsch – Mehr als nur Kofferpacken http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247420 Jun 10th 2026, 08:52 Wer den Hadsch vorbereitet, denkt zuerst an den Reisepass, die Impfungen und die Koffer. Doch die eigentliche Vorbereitung beginnt nicht am Flughafen, sondern im Herzen. Der Hadsch ist keine Urlaubsreise – es ist das größte Vorhaben eines gläubigen Muslims. Und wie bei jeder ernsten Angelegenheit gilt: Du darfst keine Anbetungshandlung verrichten, ohne zu wissen, wie es richtig geht. Allah sagt im Qur’an: „Vollzieht die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt für Allah“ (Sure 2:196). Aber was bedeutet „vollziehen“, wenn du die Riten nicht kennst? Die Pflicht, die Riten zu lernen – Wissen vor dem Handeln Der erste und wichtigste Schritt der Vorbereitung ist das Lernen. Viele Pilger stürzen sich in die Pilgerfahrt, ohne die Unterschiede zwischen den drei Arten des Hadsch (Ifrâd, Qirân, Tamattu´) zu kennen. Sie verwechseln Pflichten mit Säulen und wissen nicht, wann ein Opfertier fällig wird. Das ist gefährlich – denn wer einen der wesentlichen Riten aus Unwissenheit auslässt, riskiert die Gültigkeit seines gesamten Hadsch. Es heißt im Qurân: „[…] Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die Allahsfurcht […].“ (Sure 2:197). Der „Vorrat“ ist nicht nur das Essen im Koffer – es ist das Wissen über die Riten. Setze dich vor der Abreise hin und lerne. Lese einen verständlichen Leitfaden, frage einen Gelehrten, schaue zuverlässige Videos zum Hadsch an. Lerne die Talbiyya auswendig, verstehe, was im Ihrâm erlaubt ist und was nicht, und kenne die genauen Zeiten für Arafat und das rituelle Bewerfen der Steinsäulen. Das ist keine „Option“ – es ist Pflicht. Die innere Vorbereitung – Die Reise ins eigene Herz Der äußere Hadsch beginnt in Mekka. Der innere Hadsch beginnt lange vorher, in deinem Wohnzimmer, in deinen Gedanken, in deinen Gewohnheiten. Der gläubige Diener beginnt seine Vorbereitungen mit der Läuterung der Seele, damit er mit reinem Herzen, reiner Seele und reinem Wesen die höchste Stufe der Reinheit erklimmt. Dazu gehören drei Dinge: 1. Stärke die Allahsfurcht (Taqwâ): Der Zweck des Hadsch ist es, die Furcht vor Allah zu verinnerlichen und den Tauhîd, die alleinige Verehrung Allahs, zu festigen. Die Talbiyya, die du unzählige Male sprechen wirst, lautet: „Hier bin ich, o Allah, hier bin ich. Du hast keinen Teilhaber.“ Wenn du das aus vollem Herzen sagst, dann muss sich das in deinem Leben zeigen: Du tust nichts, was Ihm missfällt. 2. Übe dich in Geduld (Sabr): Der Hadsch ist eine Geduldsprüfung. Hitze, Durst, Gedränge, Schlafmangel – all das wird kommen. Im Qurân heißt es über den Hadsch: „[…] und nicht Streit führen während der Pilgerfahrt“ (Sure 2:197). Das bedeutet: Nicht streiten, nicht fluchen, nicht schimpfen. Schon ein Wort des Zorns kann deine Belohnung schmälern. Übe also vor der Abreise: Wenn dir der Nachbar auf die Füße tritt, atme tief durch. Wenn der Kollege dich provoziert, schweige. Denn wenn du das zu Hause nicht schaffst, wirst du es in der Menschenmenge von Minâ erst recht nicht schaffen. 3. Vermeide Sünden und bereinige alte Schuld: Ein entscheidender Punkt, den viele übersehen: Bevor du nach Mekka aufbrichst, solltest du dich mit deinen Mitmenschen versöhnen. Es heißt zwar: „[…] Er vergibt, was unterhalb diesem (dem Götzendienst) ist, wem Er will […]“ (Sure 4:48), aber es gibt eine Kategorie von Sünden, die Allah nicht einfach so vergibt: die Ungerechtigkeit gegenüber anderen Menschen. Hast du jemanden bestohlen, verleumdet, sein Herz gebrochen? Dann reicht ein Gebet nicht aus. Du musst zu der Person gehen, dich entschuldigen, sie um Verzeihung bitten oder ihr Recht zurückgeben. Sonst bleibst du innerlich belastet – und diese Last nimmst du mit nach Mekka. Der Prophet sagte: „Wer für Allah die Pilgerfahrt unternimmt und während dieser keinen Geschlechtsverkehr und keine Missetat begeht, der kehrt von der Pilgerfahrt [sündenfrei] zurück wie am Tag, an dem seine Mutter ihn zur Welt brachte“ (Al-Buchârî, Muslim). Aber dieses Versprechen gilt nur unter einer Bedingung: dass du deine Schuld gegenüber Allah und den Menschen bereinigt hast. Eine befleckte Seele kann durch den Hadsch gereinigt werden – aber du musst den ersten Schritt selbst tun. Die körperliche Vorbereitung – Nicht zu unterschätzen Neben der Seele braucht auch dein Körper Vorbereitung. Mekka liegt in einer bergigen Wüstenregion. Du wirst viele Kilometer zu Fuß zurücklegen – zwischen Safâ und Marwa, nach Minâ, nach Arafat. Wer untrainiert anreist, wird vor Erschöpfung zusammenbrechen und die spirituellen Höhepunkte verpassen. Beginne also Monate vorher mit regelmäßigen Spaziergängen und leichten körperlichen Übungen. Und konsultiere deinen Arzt, um sicherzustellen, dass du körperlich belastbar bist. Fazit Der Hadsch ist keine Last-Minute-Reise. Er ist die Krone deines Glaubens – und eine Krone setzt man nicht einfach auf, ohne vorher den Kopf darauf vorzubereiten. Lerne die Riten, reinige dein Herz, stärke deine Geduld. Denn wenn du dann vor der Kaaba stehst und deine Talbiyya sprichst, sollst du nicht denken: „Habe ich alles richtig gemacht?“ Du sollst denken: „Hier bin ich, mein Herr, mit reinem Herzen.“ Besser kann man sich nicht vorbereiten. 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| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: Jun 10 07:50AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Der heilige Monat Muharram - Teil 2 http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=156171 Jun 11th 2026, 22:40 Falsche Auffassungen und Bid’as (nicht islâmkonforme Neuerungen): Über Âschûrâ gibt es einige Behauptungen und falsche Auffassungen, die es geschafft haben ihren Weg in die Köpfe der Unwissenden zu bahnen, jedoch nicht auf authentischen islâmischen Quellen beruhen. Zu den bekanntesten zählen etwa: Âschûrâ sei der Tag, an dem Âdam Frieden sei auf ihm erschaffen wurde. Es sei der Tag, an dem Îbrâhîm Frieden sei auf ihm geboren wurde. Es sei der Tag, an dem Allâh die Reue Âdams annahm und der Tag, an dem der jüngste Tag stattfinden wird. Wer immer ein Bad am Tag von ‘Âschurâ‘ nimmt, der würde niemals erkranken. Diese und ähnliche Kuriositäten und Fantasien sind haltlos und die Überlieferungen, auf die man sich hierzu stützt, sind es keiner Beachtung würdig. Einige Leute fassen es als Sunna auf, am Tag von ‘Âschurâ‘ ein bestimmtes Essen zuzubereiten. Diese Gepflogenheit beruht ebenfalls auf keinerlei Belegen aus authentischen islâmischen Quellen. Andere wiederum schreiben die Heiligkeit des Tages Âschûrâ dem Märtyrertod Al-Hussains möge Allah mit ihm zufrieden sein zu. Zweifellos ist der Märtyrertod Al-Hussains möge Allah mit ihm zufrieden sein einer der tragischsten Vorfälle unserer Geschichte. Doch die Heiligkeit des Tages Âschûrâ kann diesem Ereignis nicht zugeschrieben werden, weil die Heiligkeit des Tages Âschûrâ zur Zeit des Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken bekannt war, also lange vor der Geburt Al-Hussains möge Allah mit ihm zufrieden sein. Es ist vielmehr einer der Vorzüge Al-Hussains möge Allah mit ihm zufrieden sein, an diesem Tag den Märtyrertod erlitten zu haben! Eine weitere falsche Auffassung über den Monat Muharram ist, dass er ein schlechter oder unglückverheißender Monat sei, da Al-Hussain in diesem Monat ermordet wurde. Aufgrund dieser falschen Auffassung meiden es einige Leute im Monat Muharram Ehen zu schließen. Dies ist abermals eine aus der Luft gegriffene Behauptung, die den Lehren des Heiligen Qurân und der Sunna widerspricht. Wenn der Tod einer angesehenen Person an einem bestimmten Tag diesen Tag für immer zum Unglückstag macht, kann man kaum einen Tag im Jahr finden, der frei von derartigem Unglück ist, da an jedem Tag irgendeine angesehene Person verstarb. Der Heilige Qurân und die Sunna des Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken haben uns von solchem Aberglauben befreit. Wehklagen und Trauern: Eine weitere falsche Gepflogenheit, die mit diesem Monat verbunden wird, ist das Klagen- und Trauern in Gedenken an den Märtyrertod Al-Hussains möge Allah mit ihm zufrieden sein. Wie bereits erwähnt, ist das Ereignis von Karbalâ eines der tragischsten Ereignisse unserer Geschichte, doch der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken hat uns verboten, wegen des Todes irgendeiner Person Trauerfeiern abzuhalten. Die Leute der Dschâhiliyya (Unwissenheit) pflegten durch lautes Wehklagen, das Zerreißen ihrer Kleider und durch das Schlagen ihrer Wangen und Brüste ihren Verstorbenen nachzutrauern. Der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken verbot den Muslime dies zu tun und wies sie an Geduld zu wahren, indem sie „Innâ lillâhi wa innâ ilaihi râdschi’ûn“ (Allâh gehören wir und zu Ihm kehren wir zurück) sagen sollen. Über dieses Thema gibt es viele authentische Hadîthe. Um nur einen von ihnen anzuführen: „Wer seine Wangen schlägt, seine Kleider zerreißt und wie die Leute der Dschâhiliyya (Unwissenheit) trauert, der gehört nicht zu uns!“ (Buchâri) Alle berühmten Rechtsgelehrten sind sich einig, dass derartiges Trauern verboten ist. Sogar Al-Hussain möge Allah mit ihm zufrieden sein riet seiner geliebten Schwester Zainab möge Allah mit ihr zufrieden sein kurz vor seinem Ableben, nicht in dieser Weise über seinen Tod zu trauern. Er sagte: „Meine liebe Schwester! Ich schwöre dir, dass du -sollte ich sterben - weder deine Kleider zerreißen, noch dein Gesicht zerkratzen, noch irgendjemanden für mich verfluchen oder für dessen Tod beten sollst.“ (Al-Kâmil, Ibn Kathîr, Band 4, Seite 24) Aus diesem Rat wird ersichtlich, dass diese Art von Trauer sogar von Al-Hussain selbst verurteilt wurde. Daher muss jeder Muslim diese Unsitte meiden und die Lehren des Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken befolgen! Der heilige Monat Muharram - Teil 1 You are receiving this email because you subscribed to this feed at https://blogtrottr.com?lctg=695464 If you no longer wish to receive these emails, you can unsubscribe here: https://blogtrottr.com/unsubscribe/KVJTfy?lctg=695464&signature=c8eacc608f175b80448222db49ee378c6736a0cba7c25d5ee3c7b26227ed730f |
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