| Blogtrottr <busybee@blogtrottr.com>: May 14 05:35AM Artikel - Islamweb Artikel - Islamweb Nach dem Hadsch: Drei Fehler, die den Lohn schmälern http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=articles&id=247147 May 14th 2026, 12:46 Die Rückkehr von der Pilgerfahrt ist für viele ein bittersüßer Moment. Man verlässt die heiligen Stätten, die Kaaba verschwindet hinter dem Horizont, und der Alltag in der Heimat holt einen ein. Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen angenommenen Hadsch – doch genau hier lauert eine Gefahr, die viel zu wenig beachtet wird: die Zeit nach dem Hadsch. Viele Pilger zerstören unbewusst den Lohn ihrer Mühen durch drei typische Fehler. Wer sie kennt, kann den Hadsch im Herzen bewahren. Fehler 1: Rückkehr in alte Sünden ohne Reue Der häufigste und schwerwiegendste Fehler ist das allmähliche Zurückfallen in Gewohnheiten, die man vor dem Hadsch pflegte – Klatsch, Lügen, Hintergehen, Vernachlässigung der Gebete und weitere große Sünden. Doch endet die Gottesfurcht nicht mit dem Flugticket in die Heimat. Dabei lehrt der Qurân: „und diene deinem Herrn, bis die Gewissheit zu dir kommt“ [Koran 15:99], mit der Gewissheit ist der Tod gemeint. Der Hadsch ist kein Freibrief für das Paradies, die islamischen Gebote bestehen nach wie vor. Spezieller Tipp: Erstelle eine „Sünden-Checkliste“ der häufigsten Vergehen vor dem Hadsch. Nach der Rückkehr hakst du jede Woche ab, ob du in eines dieser Muster zurückgefallen bist. Sollte es geschehen, bereue sofort – aber vor allem: Gib die Hoffnung nicht auf. Mache aus dem Hadsch einen Neustart und keinen Ausnahmezustand. Fehler 2: Prahlen mit dem Status des „Hadschi“ Kaum sind die Pilger zurück, nennen sie sich stolz „Hadschi“ und erwarten von ihrer Umgebung besondere Ehrerbietung. Manche verlangen sogar, mit diesem Titel angeredet zu werden. Andere erwähnen bei jeder Gelegenheit: „Als ich beim Hadsch war –“. Dieser Fehler ist gefährlich, denn er zerstört die Grundlage jeder guten Tat: die Aufrichtigkeit: „O die ihr glaubt, macht nicht eure Almosen durch Vorhaltungen und Beleidigungen zunichte!“ [Koran 2:264] Wer mit dem Hadsch prahlt, hat ihn eigentlich für die Menschen getan – nicht für Allah. Spezieller Tipp: Verzichte bewusst darauf, im Alltag als „Hadschi“ angeredet zu werden. Wenn andere dich so nennen, weise höflich darauf hin, dass der wahre Hadsch im Herzen bleibt – nicht auf einer Visitenkarte. Bewahren Sie Stille. Die beste Anerkennung für einen angenommenen Hadsch ist, dass andere die Veränderung an deinem Charakter sehen, dass du bescheidener wirst. Fehler 3: Vergessen der Dankbarkeit und des Lernens Nach der Rückkehr kehrt schnell der Alltag ein: Arbeit, Familie, Rechnungen, Probleme. Viele Pilger legen die spirituelle Energie, die sie auf dem Hadsch aufgebaut haben, wie einen Mantel ab und wundern sich dann, warum der Glaube zu schwinden scheint. Dabei übersehen sie zwei Pflichten: die Dankbarkeit dafür, dass Allah den Hadsch gewährt hat, und dass man aus den Lehren des Hadsch lernt. Hat man beim Hadsch gelernt, geduldig zu sein? Wo bleibt diese Geduld im Stau? Hat man gelernt, auf Klatsch zu verzichten? Warum hört man am ersten Tag nach der Rückkehr schon wieder zu? Der Hadsch war eine Schule – wer das Klassenzimmer verlässt, ohne das Gelernte anzuwenden, hat umsonst bezahlt. Spezieller Tipp: Erstellen Sie einen „30-Tage-Nachhalteplan“. Jeden Tag nach der Rückkehr notieren Sie eine konkrete Lektion aus dem Hadsch und setzen sie in eine Alltagshandlung um. Beispiel: „Auf dem Hadsch habe ich auf Streit verzichtet – heute reagiere ich nicht auf die Provokation meines Kollegen.“ Nach 30 Tagen werden aus diesen Übungen neue Gewohnheiten. Zusätzlich: Verrichten Sie nach der Rückkehr zwei Rak’ah Gebet der Dankbarkeit (Salat al-Shukr) und erneuern Sie Ihre Absicht, dass alles, was Sie nun tun, im Dienste Allahs geschieht – nicht aus alter Gewohnheit. Zusätzliche Empfehlungen zur Bewahrung des Lohns Das tägliche Erinnern an den Ihrâm-Zustand: Auch wenn die weißen Tücher längst abgelegt sind, kannst du dich daran erinnern: halte jeden Morgen kurz inne und sag: „Labbaik, ich bin bereit, o Allah, Dir zu gehorchen!“ Suche fromme Freunde: Viele fallen in alte Muster zurück, weil ihr soziales Umfeld unverändert ist. Versuche, dich mit anderen Rückkehrern aus deiner Reisegruppe regelmäßig zu treffen – zum gemeinsamen Gebet, zum Austausch über Herausforderungen. Gemeinsame Erinnerung stärkt die Standhaftigkeit. Das Gebet um Annahme: Ibrâhîm (Friede sei mit ihm) bat bei der Errichtung der Ka´ba: „Rabbanâ taqabbal minnâ – o unser Herr, nimm es von uns an!“ Wiederhole dies jeden Tag – es hält die Demut wach und erinnert daran, dass letztlich nicht deine Anstrengung zählt, sondern die Gnade Allahs. Fazit Ein angenommener Hadsch ähnelt einem Samen. Der schönste Samen nützt nichts, wenn er nach dem Pflanzen nicht gegossen wird. Das Wässern nach der Rückkehr ist die ständige Reue, die Verschwiegenheit über die eigene Tat und die dankbare Umsetzung des Gelernten im Alltag. Prüfen dich ehrlich: Bin ich nach dem Hadsch besser geworden – nicht nur für einige Wochen, sondern für die Zukunft? Wenn ja, dann hast du nicht nur eine Reise gemacht, sondern eine Verwandlung. Und das ist der größte Lohn, den es überhaupt geben kann. 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